Herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von TV-Helden, der Branchen-Podcast für alle, die sich professionell mit Fernsehen beschäftigen. Mein Name ist Christian Heimke. Bevor wir loslegen, wusstet ihr schon, dass Watch4 jetzt WeDoTV heißt? Richtig! Die Videosolutions AG, eine der größten unabhängigen A-Word-Anbieter in Europa, hat jetzt ihr A-Word- und Fast-Channel-Angebot umfangreich rebrandet und erstrahlt im neuen Look and Feel. Auch der Fast-Movie-Kanal wurde mit einem neuen Namen versehen und heißt nun WeDo Movies. Ferner plant man weitere Spattenkanäle im laufenden Jahr, und zwar WeDo Sports, WeDo True Crime oder WeDo Dogs. Verfügbar sind die Angebote von WeDoTV unter anderem auf iOS, Android, Samsung, VipuTV, Roku oder Amazon Fire, Relax, LG Channels und noch vielen, vielen mehr. Der Relaunch macht das Angebot noch attraktiver und ich bin mir sicher, dass in nächster Zeit so einige weitere Plattformpartner dazukommen. Ihr kennt das Unternehmen übrigens aus Folge 11 des TV-Helden-Podcasts Und wenn ihr WeDoTV-Angebote für eure Plattform haben möchtet, dann schreibt mir eine E-Mail und ich verknüpfe euch mit wedoTV.
Something went wrong!
Hang in there while we get back on track
TV-Helden
TV-Helden #24 mit Andre Prahl (RTL) über Digitalisierung, RTL+, Adressable TV, streamende Broadcaster, UHD, the next big thing und die DTVP
Speaker
Christian Heinkele (Host)
Speaker
André Prahl
00:00 Komplette Verantwortung für Sendebetrieb 05:56 Senderbetrieb und Rechtevertrieb bei RTL 13:49 Von Analog zu Digital: Transformation 19:54 IP-basierte TV-Technologien und Märkte 24:25 "Positive Arbeitskultur bei RTL" 31:34 Digitale Monetarisierung und Werbeschutz 33:30 Geschäftsmodell-Transformation im Mediensektor 38:58 Werbung: Adressierbarkeit im TV-Zeitalter 48:58 RTL: Lokaler Content und Marktanteile 52:11 Eigenes Inhalteuniversum…
✨ Magic Chat
Don't have time for the full episode?
Ask anything about this conversation — get answers in seconds, sourced from the transcript.
Try asking
Featured moments
Highlights
“Der Relaunch macht das Angebot noch attraktiver und ich bin mir sicher, dass in nächster Zeit so einige weitere Plattformpartner dazukommen.”
“Heute ist RTL ein streamender Broadcaster.”
“Verantwortung für die gesamte Sendestrecke "Also die gesamte Sendekette von der Anlieferung bis zum Display des Zuschauers ist Gegenstand unserer Arbeit.”
“Erfolgreiche Digitalisierung des Fernsehens in Deutschland Quote: Also ich glaube schon, dass die deutsche TV-Plattform in diesen Jahrzehnten einen wesentlichen Anteil auch daran hatte, dass die Digitalisierung des Fernsehens in Deutschland so sehr gut geklappt hat und das Medium zumindest in dieser sozusagen technischen Evolution, die ja wirklich fast unbemerkt stattgefunden hat, keinen Schaden genommen hat.”
“Die Zukunft von Smart TVs und IP-basierten Technologien: „Insofern haben wir uns da auch transformiert und gucken uns gerade diese IP-basierten sowohl Übertragungstechnologien und die Möglichkeiten, die sich in den Netzen bieten, welche Verfahren dort zur Anwendung kommen an, als auch die Auswirkungen auf den Displays, also die Frage, wie smarte TV-Geräte mit ihren User Interfaces, mit ihren Programmierschnittstellen, mit ihren Betriebssystemen dort funktionieren und welche Empfehlungen man für den Markt und insbesondere für unsere Mitglieder ergeben kann, wie mit diesen neuen Technologien und diesen neuen Möglichkeiten im Bereich der IP-gestützten Verbreitung und Abbildung umzugehen ist.”
Timeline
How it unfolded
Read along
Full transcript
Und jetzt freue ich mich auf einen ganz besonderen Gast. Er ist der Ingenieur unter den deutschen Medienverantwortlichen. Ein Fels in der Brandung 1 wandelnden Branche. Vom Studium ist er direkt zu RTL und hat sein berufliches wie auch sein privates Blick bei RTL gefunden. Den technischen und kommerziellen Wandel von RTL hat er mitgestaltet. Heute ist RTL ein streamender Broadcaster. Wegen seiner strategischen Stringenz, seines technischen Sachverstandes und der klaren Kante ist für mich dieser passionierte Tennisspieler der King of Distribution. Herzlich willkommen André Prahl, Leiter Programmverbreitung bei RTL Deutschland.
Ja, vielen Dank, Christian, für die Einladung und für diese doch sehr wohlmeinende Interpretation meines bisherigen beruflichen Schaffens. Das ist wirklich interessant. Das hört man nicht alle Tage, sozusagen die Hälfte seines Lebens kompakt zusammengefasst in wenigen prägnanten Sätzen. Aber war nicht alles falsch, was du gesagt hast?
Nein, also es gebührt dir auf jeden Fall der King of Distribution. Das ist meine Meinung. Ja, und es wird auch höchste Zeit, dass ich jemandem ein TV hält vom größten privaten Medienunternehmen, in der ich interviewe. Also von daher schön, dass du heute Zeit hast, mit mir diese Folge zu gestalten. Ich habe ja im Intro schon einige Anspielungen auf deinen Werdegang und auf deine Aufgaben gemacht und deswegen lass uns gleich, wie immer in diesem Format, mit deinem Werdegang anfangen, deinen Anekdoten und deinen Lessons learned. Wie im Intro schon berichtet, bist du Ingenieur. Ich habe dich als Ingenieur vorgestellt. Du hast Elektrotechnik in Aachen und Köln studiert, also das damals so weltweit anerkannte deutsche Diplom gemacht.
Hilft dir dieses Studium heute noch, die Themen zu verstehen?
Ja, das würde ich uneingeschränkt bejahen. Ich meine grundsätzlich ist es natürlich so, dass du in einem Studium nachweist, dass du in der Lage bist, so ziemlich alles zu lernen. Zumindest gilt das, sagen wir mal, für die naturwissenschaftlichen Studiengänge. Also das strukturierte Denken wird dir beigebracht und du verinnerlichst das, du automatisierst das Und ich glaube, dieses strukturierte mathematische, analytische Denken ist sozusagen der Grundpfeiler auch der Tätigkeit, so wie sich sie in den letzten Jahren oder Jahrzehnten jetzt natürlich schon durchgeführt hat. Insofern, ja, das ist eine wichtige Voraussetzung. Im Übrigen natürlich auch Grundlagen der Übertragungstechnik und der physikalischen Zusammenhänge, die ja auch im Internet nicht anders sind als im Broadcast, die hat man natürlich verinnerlicht. Und insofern fällt es einem leichter, die technischen Grundzüge zu verstehen und sie dann auch in Business-Entscheidungen umzusetzen. Also, klares Ja mit vielen Worten ummantelt.
Und es zeichnet sich ja auch aus, dass du wirklich das, was du gelernt hast oder was du im Studium gemacht hast, auch heute noch beruflich machst. Das trifft man nicht alle Tage. Du bist nämlich heute Leiter Programmverbreitung bei RTL Deutschland und in der Geschäftsführung bei Cologne Broadcasting Center. Was genau verantwortest du bei RTL und bei CWC?
Die Aufgaben, die sich mir stellen, die haben sich in den letzten Monaten noch deutlich erweitert. Es ist nämlich der Sendebetrieb hinzugekommen. Der Sendebetrieb ist, würde man landläufig sagen, das Playout, also die technische Aggregation der Sender. Das Zusammenfassen sämtlicher Komponenten 1 Sendesignals zu einem linearen Signal und die Ausstrahlung desselben. Das ist hinzugekommen seit Ende letzten Jahres, sodass mittlerweile die Aufgabe in Summe darin besteht, im Prinzip die gesamte Sendestrecke zu verantworten. Das beginnt mit der Anlieferung unserer Sendematerialien, also die nicht live sind, sondern die als Pfeil ins Haus kommen, dort verarbeitet, überprüft, also technisch überprüft, auf ihre Qualität hin gecheckt werden müssen, eingefeilt, archiviert, bearbeitet, intern, auch redaktionell dann natürlich nochmal zu sagen in die Mangel genommen, zumindest dann, wenn man feststellt auf dem letzten Meter, das was nicht richtig in Ordnung gewesen ist. Und diese ganzen logistischen Prozesse bis zur Fertigstellung 1 Sende-Files, 1 Sendematerials, dann die Aggregation in der Sendeabwicklung, dann die Übergabe an die Distributionssysteme und das Aussenden der Inhalte dann auf die verschiedenen Verbreitungswege und auf die Endgeräte der Zuschauer. Also die gesamte Sendekette von der Anlieferung bis zum Display des Zuschauers ist Gegenstand unserer Arbeit.
Das ist sozusagen der, ich nenne es immer so, der logistische oder der operative Layer unserer Tätigkeit. Das ist natürlich auch ein großteil des personals im einsatz diese sendestrecke und wir verantworten mittlerweile 15 lineare sender immerhin in deutschland das das zu tun darüber liegt dann der wie es immer gerne sage kommerzielle layer Das ist dann der Vertrieb unserer Senderechte an Plattformen, also an die Telekom, Vodafone, 1&1, HD+, wir kennen sie alle, Plattformen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und noch darüber hinaus, weil wir haben auch ein veritables Geschäft im Ausland. Dieser sozusagen Senderechtsvertrieb oder woher überhaupt Leistungsschutzrechtsvertrieb ist dann die wesentliche kommerzielle Komponente unseres Tuns innerhalb von RTL Deutschland. Und on top of that haben wir noch einen kleinen aber feinen Entwicklungslayer, so würde ich ihn mal bezeichnen. Da versuchen wir die Verbreitung, insbesondere von Bewegtbildmedien, technologisch weiterzuentwickeln und im Zentrum dessen steht das adressierbare Fernsehen, also der Wandel 1 Punkt-zu-Multipunkt, 1 Broadcast-Infrastruktur hin zu 1 adressierbaren, die natürlich insbesondere für den Wandel unseres Geschäftsmodells der Werbefinanzierung zukünftig immer relevanter wird und wir versuchen auch technologisch an der Front mitzumischen bei diesem Transformationsprozess.
Da werden wir heute sicherlich darüber sprechen. Es ist interessant, wenn man sich die Wertschöpfungskettenglieder der ja anschaut in der TV-Produktion. Also ich persönlich viel zu wenig Ahnung von der operativen Layer, der vom CBC gemacht wird. Und jeder kennt natürlich RTL, aber lass uns mal die Gelegenheit nutzen, das CBC, also das Cologne Broadcasting Center, vorzustellen. Was genau macht die CBC und wie viel arbeiten denn für die CBC?
Also die Firma CBC, Cologne Broadcasting Center, ist im Moment im Wandel begriffen. Also auch dort verzieht sich eine Transformation, auch eine sehr großflächige Transformation. Denn die ursprüngliche Firma, die es in ihrer Form für die Mediengruppe RTL, so hieß unser Unternehmen ja früher, gegeben hat, umfasste 3 wesentliche Kernbereiche. Das war einerseits die Produktion, die Studioproduktion und Postproduction. Das sind also die Kolleginnen und Kollegen, die hinter der Kamera stehen, neben der Kamera und die im Prinzip die eigenen Studioproduktionen und die Bearbeitung in Schnitträumen, Nachvertonungsräumen und so weiter dieser Sendungen vornehmen. Das ist eine große Organisation, diese Studiotechnik mit über 500 Kolleginnen und Kollegen. Das war sozusagen der erste Teil der CWC Cologne Broadcasting GmbH. Der zweite Teil ist die IT, die also im Prinzip sämtliche IT-basierten Infrastrukturen und teilweise auch die Produktionstechnik, die zu diesen einzelnen operativen Workflows gehört, mitverantwortet.
Und der dritte Teil, das waren wir sozusagen in der früheren Beschaffenheit, die Programmverbreitung, also die die Signale übernehmen und dann an die Zuschauerinnen und Zuschauer weitersenden. 3 Bereiche, Produktion, da war der Sendebetrieb damals auch noch integriert, IT und Programmverbreitung. So, was jetzt passiert ist, dass die RTL Deutschland sich natürlich neu aufstellt, konsolidiert. Der Bereich der Produktion wird zusammengeführt mit der RTL News GmbH. Das sind also alle diejenigen, die sich die redaktionelle Erstellung unserer Nachrichten- und Magazinformate insbesondere kümmern. Dort wird die Studioproduktionstechnik fortan auch angegliedert sein und dann auch nicht mehr Teil der alten CWC-Zusammensetzung dann sein. Die beiden anderen Bereiche, also die IT, Corporate IT und Sende-, Betrieb- und Programmverbreitung, also unsere neu formierte Abteilung, ist weiterhin CWC, also eine Firma im Wandel und auch in der Restrukturierung, so kann man es vielleicht zusammenfassen.
Also eine Firma im Wandel ist natürlich auch wichtig, weil unser Markt wandelt sich, die Branche wandelt sich. Und so war auch sicherlich deine Karriere bei RTL im Wandel begriffen, denn du schaust ja auch viele Jahre zurück, lass mich sagen einige Jahrzehnte. Wie viele sind es genau?
Es sind jetzt 28 Jahre, seit 1994.
Also knapp 3 Jahrzehnte, sehr gut. Und Du bist direkt nach dem Studium zur RTL. Was waren denn so die Highlights in deiner Zeit bei der RTL Mediengruppe bzw. Bei CBC?
Da gab es einige. Also ich habe angefangen in 94 im Engineering in der Abteilung Übertragungstechnik, so hieß sie damals. Und wir haben eigentlich vom ersten Tag an die Digitalisierung des Fernsehens mit begleitet. Also die Eltern unter uns werden sich erinnern, das Fernsehen war mal seit Anbeginn aller Zeiten analog. Das PAL-Fernsehen gab es damals, das haben alle geguckt. Und dann kam so eine Technologie die Ecke, die nannte sich MPEG. Und DVB-Systeme kamen dann und da musste sich dann auch mit beschäftigt werden. Das war ein Neuland für viele.
Das Internet ist für manche heute auch noch ein Neuland, aber damals war es DVB und MPEG. Und wir haben halt als erste Aufgaben gehabt, Einsatzmöglichkeiten dieser neuen digitalen Übertragungstechnik zu suchen und haben dann im Prinzip sämtliche, zunächst Kontributionswege, also die Hinführung von außen, von den Außenstationen, von den Außenstudios zum Sender hin zu digitalisieren. Dazu gehörten Übertragungsfahrzeuge, SNG, Satellite News Gathering Fahrzeuge. Dazu gehörten natürlich sämtliche Satelliteninfrastrukturen, die zur Kontribution verwendet wurden. Dazu gehörten auch die Umbauten der Schalträume. Also wir haben im Prinzip alles das, was an Signalen zu RTL hingeführt wurde, damals digitalisiert. Und da waren wir auch führend, muss man sagen. Also wir haben da schon sehr viel auch experimentiert.
Wir waren beispielsweise mit die Ersten, ob wir tatsächlich die Ersten waren, weiß ich nicht, aber mit die Ersten, die also auch mobile Übertragungsfahrzeuge mit digitaler Übertragungstechnik ausgestattet hatten. Und es ist ja so, dass die aktuelle Situation in der Ukraine, auch in anderen Ländern zu dieser Zeit auch nicht ganz unbekannt war. Also ich erinnere mich zurück an den ersten Tschetschenien-Krieg, der, glaube ich, in 94 startete, wo es dann auch eine Invasion oder eine, ja zumindest mit militärische Aktion der russischen Föderation in Tschetschenien gab und wir dort mit einem Übertragungswagen hinfuhren und der war mit digitaler Übertragungstechnik ausgerüstet und hat Bilder geliefert, die sonst keiner auf der Welt hatte und selbst hier in Ennate damals übernommen, weil sie also die üblichen Schwächen 1 analogen Satellitenstrecke nicht auszeichneten und man sehr flexibel dort dann berichten konnte. Also insofern waren wir da im wahrsten Sinne des Wortes an vorderster Front unterwegs.
Ja, Traurige Parallelen, aber es zeigt, wie wichtig das ist, vor Ort berichten zu können und auch schnell die Daten übertragen zu können. Und da war natürlich dann die Digitalisierung maßgeblich. Vielleicht noch ein Seitenhinweis. Ihr macht ja jetzt auch 5G in der Produktion, forscht da ja auch, beziehungsweise in der Übertragung von journalistischen Inhalten über 5G und da wird es auch von deinen Kollegen und Mitarbeitern Vorträge bei den Fiber Days 22. Von 14. Bis 15. Juni geben. Das noch kurz als Werbeblock eingeschoben.
Also spannende Karriere. Was gab es denn da für Anekdoten in dieser Zeit? Also Lessons learned gibt es sehr viele. Gibt es noch irgendwie eine Anekdote, die du teilen möchtest?
Ja, also wir haben natürlich die Kontribution dann irgendwann hinter uns gelassen. Also ich persönlich bin dann 2000 rum zur Distribution gegangen und da war natürlich der Schritt, der uns eigentlich fast ein Jahrzehnt lang begleitet hat, derjenige auch die Distribution zu digitalisieren, MPEG-Dot einzuführen und genau in dem Termin haben wir, ich weiß nicht wann, die letzten Kabelnetze, vielleicht gibt es heute noch welche, die analog senden, wenn man mal genau hinschaut, aber ich glaube die meisten haben glaube ich mittlerweile voll digitalisiert, so dass wir davon ausgehen können. Aber das ist noch nicht so lange her. Wir haben 2012 den analogen Satelliten abgeschaltet und dann in den Jahren danach auch die Kabelnetze digitalisiert. 2015, 2016 rum, glaube ich, so waren die letzten, erinnere ich mich nicht mal genau dran, aber das war ein Prozess, der über fast 15 Jahre gegangen ist. Das verdrängt man heutzutage, aber wir haben da im Prinzip 15 Jahre mit verbracht, die Effizienz der Übertragung zum Zuschauer hin zu steigern, mehr Programme übertragen zu können und gleichzeitig nicht die Reichweite zu verlieren. Das war, glaube ich, so der Kern der bisherigen Tätigkeit. Und dann kam dann irgendwann das Internet die Ecke und das stellt natürlich nochmal alles komplett auf den Kopf und da werden wir sicherlich gleich auch noch darüber sprechen.
Ja, was es für Anekdoten gab, da gab es eine ganze Reihe, die für mich persönlich, diejenige mit der nochmal größten persönlichen Auswirkung, War in der Tat so, dass wir also in den Anfangsjahren, war so ein bisschen technischer Wildwest, glaube ich, kann man sagen. Es war aber auch persönlich ging es da rund und es war nicht alles so, ich sag mal, formvollendet und höflich und, wie soll man sagen, persönlich strukturiert, wie das vielleicht heute ist, sondern wir haben uns da auch echt gefetzt. Ich saß damals zusammen mit 2 nicht mehr namentlich genannten Kollegen zusammen in einem Büro und da ging es wirklich echt hoch her, also wie weiland in der letzten Bank der Schulklasse. Und so konnte auch unser damaliger Chef Jürgen Sefzig, wir kennen ihn alle, nicht anders als uns 3 dann auseinanderzusetzen, weil wir uns wirklich, ich weiß nicht mehr genau was wir gemacht haben, aber wir müssen uns irgendwie daneben benommen haben und er hat mich dann strafversetzt in einen anderen Flur und allerdings dann, Gottlob, habe ich in diesem abgelegenen Flur dann auch meine Frau kennengelernt. Und insofern kann ich an der Stelle nur sagen, danke Jürgen. Also die erzieherische Maßnahme hat zumindest zum persönlichen Glück geführt.
Wunderbar, schöne Anekdote. Du hast angesprochen Jürgen Sefcik und hast auch darüber geberichtet über die Abschaltung des analogen Kabels bzw. Des Satelliten. Und da ist ja auch eine Aufgabe oder die Aufgabe, es übernimmt ja gern die deutsche TV-Plattform und Du hast sehr viele mannigfaltige Aufgaben bei RTL, aber du scheust es nicht, auch für die Branche zu arbeiten und dort Verantwortung zu übernehmen und bist auch Vorsitzender des Vorstands der Deutschen TV-Plattform. Für diejenigen unter uns, die nicht wissen, was die Deutsche TV-Plattform macht und warum dich da engagierst, kannst du jetzt ein Plädoyer halten?
Ja, das mache ich sehr gerne. Also die Deutsche TV-Plattform ist ein Verein, den es seit über 30 Jahren gibt, gestartet als Deutsche HD-TV-Plattform. Das sagt auch schon aus, welchen Zweck sie ursprünglich mal hatte, aber der hat sich natürlich über die Jahre gewandelt, ist ein Verein, dem Firmen und Institutionen aus der gesamten Wertschöpfungskette des digitalen Fernsehens angehören. Also das sind natürlich die Sender, alle die wir kennen, die in Deutschland relevant sind, also die öffentlich-rechtlichen, die privaten, Sky auch mit dabei und andere mehr. Dann die Plattformbetreiber, die also die Signale zu den Zuschauern schaffen, eine Vodafone, eine Telekom, eine 1&1, eine Astra und so weiter. Und auch ganz besonders wichtig die Endgerätehersteller, die Samsungs, die Panasonics, die Sonys und die LGs dieser Welt, die gesamte Wertschöpfungskette abzubilden. Dazu andere Firmen, die technische Leistungen im Bereich des digitalen Fernsehens und der Entwicklung der digitalen Medien erbringen. Dazu gehören aber auch Behörden wie die Bundesnetzagentur, Dazu gehören Landesmedienanstalten, dazu gehören Bundesministerien und dazu gehören auch Forschungsinstitutionen aus dem universitären Bereich.
Alles das zusammen round about 50 Mitglieder, die 2 Aufgaben haben. Im Wesentlichen einmal Informationen bereitzustellen über die Entwicklung der Digitalisierung des Fernsehens und das auch sehr stark mit dem Schwerpunkt auf offenen Standards. Also wir haben natürlich die Entwicklung im Bereich von DVB sehr eng begleitet, Wir haben natürlich auch die Entwicklung im Bereich HWBTV sehr eng begleitet, sozusagen möglichst vielen den Zugang auch zu offenen Standards zu ermöglichen und das auch bekannt zu machen, also die Wirkung nach außen. Und die zweite Aufgabe ist natürlich auch die Wirkung nach innen, in Kreise dieser Mitglieder technische Entwicklungen zu fördern und auch gemeinsam Konventionen, ich will nicht von Standards sprechen, aber zumindest von Konventionen, von Implementierungsguidelines, also von Empfehlungen zur Umsetzung und zur Einführung von neuen Technologien zu erstellen. Und beide Aspekte sehr erfolgreich. Also ich glaube schon, dass die deutsche TV-Plattform in diesen Jahrzehnten einen wesentlichen Anteil auch daran hatte, dass die Digitalisierung des Fernsehens in Deutschland so sehr gut geklappt hat und das Medium zumindest in dieser sozusagen technischen Evolution, die ja wirklich fast unbemerkt stattgefunden hat, keinen Schaden genommen hat. Also das ist die Hauptaufgabe. Jetzt haben wir natürlich komplett neue Herausforderungen, weil wir alle wissen, dass die technischen Herausforderungen nicht nur beim Broadcast liegen, sondern in der IP-gestützten Verbreitung.
Insofern haben wir uns da auch transformiert und gucken uns gerade diese IP-basierten sowohl Übertragungstechnologien und die Möglichkeiten, die sich in den Netzen bieten, welche Verfahren dort zur Anwendung kommen an, als auch die Auswirkungen auf den Displays, also die Frage, wie smarte TV-Geräte mit ihren User Interfaces, mit ihren Programmierschnittstellen, mit ihren Betriebssystemen dort funktionieren und welche Empfehlungen man für den Markt und insbesondere für unsere Mitglieder ergeben kann, wie mit diesen neuen Technologien und diesen neuen Möglichkeiten im Bereich der IP-gestützten Verbreitung und Abbildung umzugehen ist. Das Ganze machen wir in verschiedenen Arbeitsgruppen, die die TV-Plattform anbietet, wo in erster Linie natürlich Mitglieder, aber auch natürlich interessierte Gäste, solange sie dann irgendwann auch mal Mitglied werden wollen, mitarbeiten können. Und das sind die Bereiche Media over IP. Da geht es dann mehr über den Übertragungs- und Physical Layer, wie wir auch gerne sagen. Dann gibt es das Thema der AG Smart Media. Die kümmern sich dann mehr den Application Layer, also die Abbildung von Inhalten auf smarten Fernsehern. Da kommen übrigens auch immer die ganzen Verkaufszahlen, die die TV-Plattform regelmäßig vermeldet und die dann auch veröffentlicht werden und dann mal einen ganz guten Marktüberblick geben her. Und last but not least kümmern wir uns natürlich auch das Thema Bildqualität, Codex und auch natürlich Audioverfahren.
Das Ganze in 1 Arbeitsgruppe genannt Ultra HD, also der sozusagen audiovisuelle Eindruck und die dahinterliegenden Technologien, die dort entsprechend verarbeitet und auch weiterentwickelt und vor allen Dingen auch hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Markt kommuniziert werden. 3 Arbeitsgruppen, sehr viel interaktiver Austausch, eine gute Kommunikationsplattform, über die Entwicklungen auf dem Laufenden zu sein, zu wissen, was die anderen machen, auch sich darüber zu unterhalten, inwieweit Interessen auch gebündelt und technologisch dann in Empfehlungen umgesetzt werden können. Da bieten wir entsprechend dieses offene Forum an, in dem jeder mitarbeiten kann und insofern freuen wir uns da auch immer über aktive Unterstützung von allen und natürlich auch über neue Mitglieder. Es ist mein Werbeblock, den du dahinten schon hattest. Wir freuen uns natürlich auch immer über jeden, der dort aktiv mitarbeitet und die Plattform bereichert. Es lohnt sich.
Ich kann deine Begeisterung nur teilen. Also ich habe auch immer sehr gerne die Firmen, für die ich gearbeitet habe, bei der Deutschen TV-Plattform vertreten. Also es lohnt sich. Man lernt sehr viele Leute kennen. Man lernt sehr viele Leute über alle Wertschöpfungsketten der TV-Branche kennen, was ja auch nicht immer so selbstverständlich ist. Du kennst sehr viele, du arbeitest mit sehr vielen Partnern zusammen, natürlich auch in deinem Aufgabenbereich der Distribution. Jetzt muss ich schon mal nochmal nachfragen, nach all diesen Jahren, 28 Jahren, mit deinen ganzen Kontakten, deiner Bekanntheit in der Branche, deinem Engagement in der Branche, Da gab es doch sicherlich das ein oder andere Angebot von der Konkurrenz. Warum bist du 28 Jahre RTL treu geblieben und was zeichnet den RTL aus?
Also ich kann dazu der A insofern recht geben, dass ich in der Tat sehr viele Firmen, zwar jetzt natürlich nicht von innen, aber zumindest von außen und je länger man sich damit beschäftigt, natürlich auch sozusagen in innere Befindlichkeiten reingerückt, kennengelernt habe, weil ich ja wirklich auch fast ausschließlich nach außen gewirkt habe in dem Bereich der Distribution. Und ich wirklich dazu sagen muss, dass mir da bei aller Wertschätzung keine Firma begegnet ist, wo ich sofort den Impuls hatte, da muss ich unbedingt hin. Da ist alles tausendmal besser als bei uns. Das ist mir nicht begegnet, ganz offen. Und das zeigt natürlich in erster Linie, welche Qualität RTL immer schon als Arbeitgeber gehabt hat und auch immer noch hat und auch in Zukunft, glaube ich, haben wird. Diese Qualitäten, die sind etwas versteckt, die kriegt man vielleicht von außen nicht so mit, als wenn man selbst drin arbeitet. Das fängt sozusagen bei der Technologiefreudigkeit an. Also auch die Frage, wie intensiv möchte ich mich mit der Entwicklung neuer Technologien auseinandersetzen.
Das lernt man wirklich erst dann kennen, wenn man Teil des Prozesses ist. Nach außen hat sozusagen die Markenanmutung 1 RTL natürlich jetzt nicht notwendigerweise sozusagen des Technologieführers, aber das ist etwas woran wir arbeiten und wo auch mein persönliches Interesse daran liegt, das weiter mitzuentwickeln und uns da wirklich an der vordersten Front mit aufzustellen. Also der Freiheitsgrad, den man hat, zu arbeiten, neue Dinge zu entwickeln, neue Ideen einzubringen, selbstständig zu arbeiten, ohne dass einem ständig auf die Finger geklopft und geschaut wird. Und natürlich auch der persönliche Umgang miteinander in der Firma, also das, was man gemeinhin als Werte oder Kultur ansieht. Das war wirklich durch die Bank vom ersten bis zum heutigen Tage Wirklich eine hervorragende Arbeitskultur, eine große Kollegialität, ein wirklich auch gutes Verhältnis, auch auf der gleichen Hierarchie-Ebene der Kolleginnen und Kollegen untereinander. Da war wenig, zumindest nicht in dem Bereich, den ich überblicken kann, hauen und stechen unterwegs, sodass man sich eigentlich immer sehr wohl gefühlt hat und die Rahmenbedingungen, die RTL für die Arbeit gibt, eigentlich immer gepasst haben. Insofern hat sich also der Wunsch, und das ist glaube ich immer auch sozusagen das Zentrale 1 Veränderung, ich muss dann mal was anderes machen, der hat sich aus diesen Rahmenbedingungen heraus nicht ergeben. Und dann natürlich auch nicht daraus, dass die Arbeit als solche natürlich ständig Wandlungen unterliegt.
Und von der Technik hin zu kommerziellen Themen, dann ist es wieder sehr entwicklungslastig. Dann kriegt man sozusagen plötzlich das ganze Thema adressierbares Fernsehen in seiner vollen Breite mit. Und das ist ja jedes mal wie ein neuer Job, wenn man mal ganz ehrlich ist und wenn man den unter den gleichen, sagen wir mal, guten Rahmenbedingungen fortsetzen kann, ja dann passiert es halt dann, wenn man zurückblickt, dass es dann schon 28 Jahre geworden sind. Und wenn es nach mir geht, könnte es auch noch ein paar Jährchen weitergehen.
Also das ist ja nicht nur bei dir so, sondern die meisten oder fast alle RTL-Mitarbeiter, die ich kenne, haben ja wirklich Jahre und Jahrzehnte auf dem Buckel. Man sagt so ein bisschen in der Branche, ja, an der Messe triffst du immer die gleichen Leute, nur haben sie immer unterschiedliche Visitenkarten dabei jedes Jahr. Die RTLer haben immer die gleichen Visitenkarten, oder? Also jedenfalls steht immer RTL drauf. Und genauso die Beständigkeit im Personal ist es ja auch, dass ihr sehr beständig seid in euren Geschäftsbereichen oder sagen wir mal in der Art, wie ihr eure Arbeit tut, wie ihr sie nach außen tragt, wie strigent ihr seid in der Strategie und in der Umsetzung. Jetzt für dich als Verantwortlicher für langfristige Partnerschaften oder generell für Partnerschaften, welche Werte sind denn für dich wichtig bei Partnerschaften?
Ja, also Ich glaube, dass 2 Dinge ganz besonders wichtig sind. Auf der einen Seite, dass man so einen klaren Plan hat von dem, was man machen will. Und der auch nachvollziehbar ist, zumindest aus der subjektiven Sicht des Senders. Und den auch, ich sag mal, konsequent vorträgt, damit der Partner auch sozusagen weiß, woran er ist. Aber das Ganze dann auch in 1, ich sag mal, möglichst verbindlichen und kollegialen Art, sodass man sich sozusagen, auch wenn man sich inhaltlich natürlich nicht einig ist und auch streitet, aber dennoch am Ende des Tages immer noch in die Augen gucken kann und sozusagen das persönliche Verhältnis über die fachlichen Diskrepanzen oder inhaltliche Diskrepanzen des Gegenmarktes nicht beschädigt. Also klarer Blick auf die Dinge, die man möchte, klarer Kommunikation dessen, klarer Plan, aber das Ganze auf eine Art und Weise, die das Tichtuch nicht zerschneidet, sondern Kooperationen auch in Zukunft möglich macht. Das sind so die beiden Aspekte, die wir versuchen ins Feld zu führen. Und ja, also denke mal, dass uns da auch die Vergangenheit und auch die, sagen wir mal, Stringenz, mit der wir das in der Vergangenheit durchgeführt haben und auch das Standing, was wir in der Branche diesbezüglich haben, dann hinsichtlich der Methoden, die wir angewendet haben und anwenden, dann vielleicht auch ein Stück weit Recht gibt.
Man wusste auf jeden Fall als Partner immer, woran man ist und das habe ich immer sehr wertgeschätzt. Kurz ein Hinweis in eigener Sache. Ich bin ja nur in meiner Freizeit Podcaster und eigentlich Unternehmensberater und deswegen möchte ich euch 2 spannende Events, na sagen wir viel mehr Herzensthemen von mir vorstellen, die ich verantworte. Das erste Event ist die Ausbildung zum preco-zertifizierten TV-Manager. 4 Tage, 4 Module, hundertprozentig online. Was werdet ihr in diesen 4 Masterclasses von mir und anderen Trainern lernen? Erstens Basiswissen IPTV und die Fernsehnutzung in Deutschland. Zweitens die heutigen und zukünftigen Anforderungen an IPTV Plattformen. Drittens grundsolides Basiswissen in der Contentbeschaffung.
Viertens wie ihr IPTV Produkte gestaltet, die richtigen Preispunkte findet und wie ihr sie vermarktet. Als Produktmanager habe ich mir so eine Ausbildung immer gewünscht und deswegen habe ich sie jetzt ins Leben gerufen. Mein zweites Herzensthema ist die Media Hall. Die Media Hall wird während der Fiber Days 22 vom 14. Bis zum 15. Juni diesen Jahres stattfinden. 2 Tage unter den Mottos Content Meets Distribution und TV for Future. Mit den Themen rund IPTV OTT wie 5G in der Mediendistribution oder 5G in der Medienkontribution, Fast Channels, AWOD, Media Analytics, Dynamic Ad Insertion, UX, BOD, Plattform Kooperationsmodelle und vielen weiteren Panels und Workshops richtet sich die Media Hall an alle, die sich mit dem Fernsehen der Zukunft beschäftigen.
2 Tage geballter Wissenstransfer mit vielen Bekannten, auch aus den TV-Heldenfolgen. Bloggt euch also den 14. Bis 15. Juni. Wird in Wiesbaden stattfinden. Bei Interessen schreibt mir doch bitte eine E-Mail an mail.tvhelden.com oder schaut auf den Websites von fiberdays.de oder preko.de. Die wichtigste Aufgabe von Dir ist die Programmdistribution. Also zu welchen technischen, aber auch kommerziellen Konditionen die 22 TV-Sender, also SD, HD und UHD, ihre Verbreitung bei den Plattformpartnern finden.
Ich habe gesagt, und du selber ja auch, ihr seid sehr strategisch, sehr stringent, aber auch sehr streng. Wenn jetzt gerade streng, wenn es ein Partner eure Konditionen zum Beispiel nicht akzeptiert, dann verzichtet ihr auch schon mal auf das Geschäft. Welches sind denn die wichtigsten Rahmenbedingungen für dich in der Programmverbreitung?
Also was das Geschäft in der Plattformverbreitung oder in der digitalen, auch kommerziellen Verbreitung anbelangt, da hat sich sozusagen die Idee herauskristallisiert natürlich mit der Digitalisierung der Verbreitung und insbesondere mit der IPisierung der Verbreitung, wo wir gesagt haben, also wir ermöglichen dort mittels unserer Inhalte ein neues Geschäft, dass dann Plattformbetreiber, Infrastrukturbetreiber, die solche Netze zur Verfügung haben, dann neu aufbauen und neue Wertschöpfung generieren mittels dieser neuen Technologien und wir dann gesagt haben, okay, das ist prinzipiell von unserer Rechte Situation ja machbar, wir sind da auch gewisse Risiken eingegangen, was die Lizenzierung von IPTV beispielsweise anbelangt damals, haben aber auch gesagt, dass wir natürlich dann auch an dieser neuen Wertschöpfung partizipieren wollen. Das heißt, das Umdrehen des Geschäftsmodells von wir zahlen für die Verbreitung hin zu wir erhalten Geld für die Zurverfügungstellung unserer Rechte, damit diese wiederum gegenüber Kunden dann monetarisiert werden können. Das ist 1 der zentralen Prinzipien. Dort, wo neue Wertschöpfung geschieht, mittels digitaler Fernsehplattformen sollen wir partizipieren. Darüber hinaus, die zweite wichtige Flanke und das zieht sich wirklich auch bis zum heutigen Tage durch, ist, dass wir die neuen technologischen Möglichkeiten sozusagen nicht dazu verwendet wissen wollen, dass unser werbefinanziertes Geschäftsmodell den Bach runtergeht, sondern wir wollen einerseits die Fernsehwerbung schützen. Das ist ja glaube ich auch eine unserer ganz strategischen Parameter, die wir nicht ganz unbekannterweise durch den Markt tragen. Aber das gilt umso mehr, da wir natürlich jetzt in den linearen, aber auch in den non-linearen Catch-up Bereich beispielsweise durch dynamische Online-Werbezuspielungen neue Geschäftsmodelle erarbeiten müssen, die dann entsprechend a. Technisch umgesetzt und natürlich auch gegen Umgehung geschützt sein, weil es der Kern unseres Geschäftsmodells ist, Werbung zu verkaufen.
Wir, das in allen technologischen Transformationen, neuen Arten der Abbildung, ob das jetzt online ist oder Broadcast, immer wieder sozusagen an die vorderste Stelle unserer Maßgabensätze, dieses Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und den Bestand gegen, ich sage mal, negative Implikationen zu schützen. Das sind eigentlich die 2 Hauptmodelle. Man kann es auch so zusammenfassen, neues Geschäftsmodell aufbauen und dabei das alte Geschäftsmodell nicht einreißen. Das ist ungefähr so die Maxime, bei der wir unterwegs sind. Und wichtig ist natürlich auch, wir haben jetzt einen dritten, also neben der Frage Reichweite für Werbung, Plattformgeschäft ist natürlich jetzt immer stärker das Thema D2C, also das transaktionale Geschäft, also die direkte Kundenbeziehung zum Endkunden, insbesondere ins Feld geführt durch RTL Plus, unser Streaming-Angebot, sodass wir jetzt mittlerweile natürlich 3 veritable Ertragssäulen haben. Werbefinanzierung, Plattformgeschäft, transaktionales Streaminggeschäft. Und ja, wenn man sich sozusagen die Entwicklung der Medienlandschaft insgesamt anschaut, dann weiß man natürlich, dass der Erfolg im Streaminggeschäft unabdingbar ist in Zukunft und auch ein wachsender Erfolg im Streaminggeschäft unabdingbar ist für eine gesunde Zukunft 1 Bewegtbildkonzerns.
Genau, eine gesunde Zukunft gestaltest du natürlich auch durch die Verträge mit den Plattformpartnern. Jetzt interessiert mich natürlich schon mal, der Digitalisierungsbericht geht von 13, 3 Millionen Haushalten aus, die jetzt schon HD-Programme der privaten Sendeanstalten empfangen und dafür bezahlen. Und ProSiebenSat.1 geht ja sehr offen damit wie lohnt sich das Geschäft. Kannst du uns eine Hausnummer sagen, wie viel die Programmverbreitung zum Ergebnis von RTL beiträgt?
Also Was ich sagen kann, ist das, was zuletzt auch die RTL Group veröffentlicht hat als Zahl. Das ist sozusagen die europäische Summenbildung über die Beteiligung der RTL Group. Und das waren die 437 Millionen, die dort in der Presse zu lesen standen, mit einem entsprechenden Wachstumsgrad auch dahinter. So, und jetzt kann man sich so überlegen, welchen Anteil das deutsche Geschäft am RTL Group Geschäft hat und wird da sicherlich dann zu Erkenntnis kommen, dass das davon ein erklecklicher Anteil ist.
Alles klar, vielen Dank dafür. Also ob wir nun genau wissen, wie hoch der deutsche Anteil an dieser beträchtlichen Summe ist oder nicht, es ist jedenfalls ein lohnendes Geschäft. Der Gegenstand der Verbreitung des Plattformgeschäfts wandelt sich aber. IPTV ist nahezu HD-isiert und die Rechte für Ketchup, VOD, Instant Restart und NP-VR an die Plattformen verkauft. Was ist nun the next big thing in der Programmverbreitung? Ist es RTL Plus Oder ist es UHD?
Also das Next Big Thing, wenn man es wirklich klar auf den Punkt bringt, ist RTL+. Das ist vielleicht auch schon nicht the Next, sondern auch the Current Big Thing. Das ist nämlich unsere Streaming-Plattform, die wir ja auch in Zukunft weiter ausbauen wollen. Und wo wir gerade in der im Internet gestützten Verbreitung auf den entsprechenden Endgeräten und Plattformen, die es ja zahlreich gibt, erfolgreich sein wollen und das Streaminggeschäft neben dem klassischen TV-Geschäft dann auch zum Erfolg führen wollen, sodass es eine wirklich auch tragende Säule unseres gesamten Geschäfts wird. RTL Plus ist die Zukunft des Medienhauses und ja, da wird, werden sehr viele Investitionen getätigt. Wir haben dort große Programmvorhaben, die im Bereich des Streamings umgesetzt werden. Und die haben natürlich dann auch, und das ist sicherlich Teil der zukünftigen Produktgestaltung, eine Ultra-HD-Komponente. Insofern entwickelt sich natürlich auch diese technische Art der Distribution und dieses Qualitätsmerkmal der Bildqualität weiter.
Und ähnlich wie die Wettbewerber die großen genannten amerikanischen Plattformen auf gute und exzellente Bildqualitäten setzen, so wird es sicherlich auch in unserem eigenen Produkt eine Zukunft haben. Und deswegen setzen wir auch in der Produktion gerade unserer Inhalte, unser hochwertigen Inhalt, ob das Sportangebote sind oder fiktionale Angebote oder auch Shows, Let's Dance beispielsweise im Moment, auf die Technologie-OHD, sie auch natürlich im klassischen Fernsehen in dieser Qualität zu verbreiten, aber natürlich auch einen gewissen Stock aufzubauen, technische Erfahrungen zu sammeln, diese Inhalte dann zu einem späteren Zeitpunkt auch als Streaming-Angebot verbreiten zu dürfen. Insofern RTL Plus ist der Kern der zukünftigen Entwicklung und eine Komponente des zukünftigen Geschäfts. Zumindest meine Prognose wird sicherlich Ultra HD HDR Inhalt sein.
Da kommen wir auf jeden Fall auf RTL Plus kommen wir noch ein. Jetzt hast du vorher noch erwähnt, dass natürlich, ich sag's jetzt mal, die neue Vermarktung Addressable TV auch noch ein wichtiges Thema ist. Ihr setzt auf Addressable TV. Was macht RTL in diesem Bereich und was glaubst du denn, wie sich das entwickeln wird?
Also zunächst muss man natürlich wissen, dass der große andere Teil der Bewegtbildvermarktung, nämlich der digitale Videowerbemarkt, YouTube ist der Klassiker an der Stelle, natürlich längst adressierbar getagelte Werbung hat. Und die Nachfrage nach solchen Werbeprodukten sicherlich steigt, weiter steigt. Man natürlich im Internetumfeld, also bei Facebook und YouTube, die entsprechenden Platzwürsche als Wettbewerber hat, Gleichzeitig aber natürlich sein eigenes Umfeld, in dem die Fernsehsender derzeit natürlich sehr dominierend sind, auch so umrüsten muss und möchte, dass die Produktfeatures, die im Digitalen vorhanden sind, nämlich Adressierbarkeit, nämlich Targeting auch dort funktionieren. Das ist eine Marktnotwendigkeit, der sich die klassische Fernsehwerbung nicht entziehen kann, weil Technologie nun mal da ist, sie im Internet vorgelebt wird und wir sozusagen diese Bedürfnisse der Kunden gemäß dieser neuen Features auch im klassischen Fernsehen erfüllen müssen. Das heißt, wir haben da eine Aufgabe vor uns, die Distribution zu transformieren, aus Broadcast-Punkt-zu-Punkt-Verbindungen sozusagen zu erzeugen, die zumindest zum Zeitpunkt der Werbeschaltung genutzt werden können, adressiert und getargetet Werbung zuzuspielen. Das ist, würde ich mal sagen, die nächste große, das ist eben von Big Thing gesprochen, Das ist die nächste große technische Herausforderung oder Transformation, das nächste große Projekt nach der Digitalisierung des Rundfunks ist es jetzt sozusagen die Adressierbarkeit des Rundfunks einzuführen. Ich glaube auch, dass man das zukünftig sicherlich auch für gewisse Teile des Contents benötigen wird, eine etwas personalisiertere Content-Erfahrung anbieten zu können. Aber der erste und für uns wirtschaftlich natürlich bedeutsamste Schritt ist die Adressierbarkeit der Werbung.
Und An dieser Transformation arbeiten wir. Und die Zukunft des, nicht mehr oder weniger, des werbefinanzierten Geschäftsmodells hängt davon ab, dass man diese Transformation hinbekommt.
Und du hast gerade von Herausforderungen gesprochen. Was sind denn die Herausforderungen von Addressable TV zum Beispiel?
Die Herausforderungen sind, ich spreche jetzt mal für die deutsche TV-Landschaft, dass wir natürlich eine relativ heterogene Verbreitungslandschaft haben. Wir haben Satellitenverbreitung, wir haben Kabelnetze, wir haben IPTV-gestützte Verbreitung in geschlossenen, in offenen Netzen, OTT. Wir haben unterschiedliche Plattformen, die von den einzelnen Netzbetreibern betrieben werden und sozusagen eine Vielzahl von Verbreitungstechnologien, die jeweils ihre Besonderheiten haben. Und wenn man sie transformieren möchte, sozusagen verschiedene Arbeitsstränge abbilden. Also die, sozusagen eine Adressierbarkeit im Netz der Deutschen Telekom beispielsweise zu erzeugen, ist eine andere Aufgabe, als die Adressierbarkeit 1 satellitengestützten Verbreitung, beispielsweise auf Fernsehendgeräten umzusetzen. Wir unterscheiden da auch klar nach dem horizontalen und dem vertikalen Markt. Der horizontale Markt sehr stark natürlich HWBTV bestimmt und ist die dominierende und heute auch dort oft schon verwendete Technologie. Gleichzeitig will natürlich auch wissen, dass wir eine ganze Reihe großer und wichtiger vertikaler Plattformen haben mit ihren eigenen Infrastrukturen, mit ihren eigenen Geräten und allerdings dort auch die Adressierbarkeit herstellen zu müssen, und jetzt kommt sozusagen der eigentliche Grund dafür, ein harmonisiertes und über alle Verbreitungswege gleichartiges Werbeprodukt anbieten zu können.
Weil es nützt natürlich dem Vermarkter nichts, wenn er nur einen Ausschnitt der Reichweite zur Verfügung hat, dort vermarkten zu können, sondern er möchte natürlich auf der gesamten Bandbreite, so wie heute auch, der Infrastrukturen und Reichweitenkomponenten den Kunden das gleiche Produkt, zumindest technisch, auch anbieten können. Deswegen müssen wir, und das ist dann die Herausforderung, aus vielen verschiedenen technologischen Systemen und Landschaften eine Reichweite formen, die für die Vermarktung harmonisierte und gleichartige Produkte zulässt. Das ist nicht ganz trivial.
Das klingt auf jeden Fall so und das haben auch andere TV-Helden in den vergangenen Folgen schon gesagt. Adressable TV funktioniert nur über HWB-TV und funktioniert deswegen auch erstmal nur noch auf dem Big Screen. Jetzt hatte ich schon TV-Helden hier in der Sendung, die haben natürlich total für Dynamic Ad-Insertion geschwärmt. Bietet ihr sowas auch an? Seid ihr da auch dran? Seid ihr da technologieagnostisch oder sagt ihr, ihr wollt einen Standard schaffen und setzt jetzt erstmal auf Addressable TV?
Also jetzt kommen wir sehr stark in die Definitionsfragen herein. Also da ist es natürlich so, dass die nicht ganz eindeutig ist. Man muss sich sozusagen erst mal seine eigene Definitionswelt zusammenlegen, dann diese Fragen sozusagen richtig beantworten zu können. Also ATV, Addressable TV, ist aus unserer Sicht der Oberbegriff. Also das Austauschen oder das Adressieren von einzelnen Inhalteströmen an einzelne Nutzer oder Taker dieses Signals ist der Oberbegriff. So darunter kann man natürlich jetzt verschiedene Unterklassen subsummieren. Die einfachste Unterscheidung ist das, was wir als Dynamic Ad Substitution bezeichnen, also das Ersetzen 1 vorhandenen Werbespots durch einen anderen adressierten Werbespot. Das ist dann gemeinhin im linearen Signal häufiger der Fall oder fast ausschließlich.
Und wir haben das Dynamic Ad Insertion. Das ist dann quasi das Einführen von Werbung, wo vorher keine war. Das ist beispielsweise im Catch-up-Bereich der Fall, wo ich einen Pre-Roll vor die eigentliche Sendung schalte. Das sind die beiden Verfahren sozusagen zur Ausspielung von adressierbaren Formen. Dynamic Add Substitution und Dynamic Add Insertion, DAI und DAS. Und dafür gibt es natürlich auch unterschiedliche Technologien und es hängt in der Tat davon ab, auf welcher Plattform ich mich befinde. Wir haben im Bereich DAS, also Substitution im Linearen, heute würde ich sagen fast ausschließlich das Werkzeug HWBTV zur Verfügung nach den Standards 1.5 und auch zunehmend 2.0, wo wir dann auch entsprechend auch Produkte anbieten. Das heißt, unser Vermarkter, die Adelines, ist dort aktiv und auch zusammen mit der Tochter SmartClip dort die entsprechenden Produkte anzubieten und auch zu verkaufen, sodass wir dort ein tatsächliches kommerzielles Produkt, erfolgreiches Produkt auf Basis dieser Technologie im Markt haben.
Jetzt gibt es halt die Aufgabe, diese Reichweite über die horizontalen Geräte, Plattformen hinaus, auch in die vertikalen Plattformen mittels anderer Technologien so zu erweitern, dass diese Produkte dort auch die entsprechende Reichweite genießen können und damit relevanter werden.
André, jetzt habe ich das volle Bild. Vielen herzlichen Dank und die Zuhörerinnen auch. Also und ich habe mir auch mal sagen lassen, Dynamic Add Substitution ist eine Definition aus dem Hause RTL oder jedenfalls ein Kollege von dir hat das wohl definiert und in den Markt gebracht.
Ja, es ist wirklich so. Also wir haben uns diese Definition zurechtgelegt, weil man fairerweise auch in seinem eigenen Haus natürlich erst mal für ein Verständnis sorgen muss, wovon man eigentlich redet, weil die Begrifflichkeiten sind nirgendwo hinterlegt, geschützt oder irgendwie gesetzlich verbrieft, sondern man hat da die Gefahr von Missverständnissen auszugehen, wenn man nicht ganz klar von vornherein sagt, wie Dinge definiert sind und was man damit meint. Und das ist jetzt eine Definition. Da haben wir selbst natürlich viel daran gearbeitet. Ich habe den Eindruck allerdings auch, dass es sich mittlerweile im Markt einigermaßen durchsetzt, sodass also das Fehlsteuerung durch Missverständnis möglichst unterbleibt.
Das ist
zumindest unser Interesse bei dem Thema.
Das kann ich bestätigen und das unterstreicht auch eure Innovation, die du betont hast. Also wenn ihr euch schon sehr mit den Begrifflichkeiten auseinandersetzt, die dann definiert und auch in den Markt bringt. Der Markt nimmt das an. Das ist doch auch gut. Jetzt noch mal ganz kurz zum Linearen. Also alle die Individualisierung der Werbung bringt natürlich nur was, wenn ihr euer Programm nach wie vor attraktiv gestaltet. Jetzt eine Frage noch zum linearen Fernsehen, was immer noch der Dauerbrenner im deutschen Haushalten ist. Ihr werdet trotzdem aber mit den alten Quoten noch gemessen.
Mit alten Quoten meine ich, ihr werdet Vergleiche von ein paar Jahren hergezogen. Wie werdet ihr es in Zukunft schaffen, die Einfaltquoten im linearen Fernsehen stabil zu halten?
Also die Herausforderung ist sicherlich richtig beschrieben. Also die Sehdauern im linearen Fernsehen, die sind sicherlich ein Stück weit unter Druck. Also das ist immer noch das mit Abstand am meisten gesehene Medium. Das kann das Fernsehen nach wie vor von sich behaupten. Aber es ist natürlich so, dass durch den gesamten Medienmix und durch den Wettbewerb dort sozusagen auch andere Minuten aus dem Zeitbudget der Zuschauerinnen und Zuschauer rausschneiden. Und das geht auch zum Teil natürlich zulasten des linearen Fernsehens. Allerdings auf einem, das muss man immer wieder zusagen, noch extrem hohen Niveau. Deswegen auch die Werbewirksamkeit natürlich sehr hoch ist und auch die Reichweiten und auch die entsprechenden Marktanteile.
Auch die Anzahl von Menschen, die tatsächlich einen Inhalt sehen im linearen Fernsehen, der aber noch mit Abstand die höchste ist. Und das ist natürlich auch klar das Ziel, das zu halten und auch rauszubauen, vor allen Dingen auch innerhalb des Fernsehmarkts, die Marktanteile zu steigern. Das ist, glaube ich, jedermanns Interesse, der in dem Business unterwegs ist. Und wir haben uns ja auch klar positioniert, dass wir als RTL sehr stark auf lokalen Content setzen, der also den Fokus des Local Heroes oder des Local Champions in den Vordergrund stellt. Wir kennen unsere Zuschauer natürlich deutlich besser als alle anderen und den dafür zugeschnittenen Programmmix herzustellen. Also die klassischen Sendungen, für die RTL natürlich auch bekannt ist, also Die Daily Soaps sind nach wie vor ein sehr wichtiger Träger, aber auch das ganze Thema Factual Entertainment, nicht zuletzt ganz wichtig, die Steigerungen der Anstrengungen im Bereich der Nachrichten und des journalistischen Kontextes, gerade jetzt auch akut durch die Weltlage sozusagen getriggert, wollen wir natürlich unseren Zuschauern und Zuschauerinnen auch sehr viel mehr aktuelle Informationsberichterstattung zur Orientierung in dieser komplexen Welt bieten. Also von den harten News bis hin zu, ich sag mal, Lebensratgebern, so würde ich es mal allgemein bezeichnen, dass man den Zuschauer wirklich auch begleitet in seinem täglichen Leben und ihm wirklich anhand vieler Beiträge, ob das jetzt im Bereich der Gesundheit, ob das Bereich im Bereich der Wissenschaften sind, ob das Bereich natürlich auch sehr großflächig im Bereich des Entertainments ist, sozusagen die Vielfalt der Möglichkeiten an der Fernsehunterhaltung dann auch unter Information darbieten kann. Und dieser Inhaltemix aus Sport, aus Unterhaltung, aus Nachrichten, aus fiktionalen Inhalten, der macht es natürlich aus.
Und ich glaube, man hat schon gemerkt, dass insbesondere RTL in den letzten Jahren auch 1 Wandlung sich sozusagen unterzieht und da auch viel experimentiert, viel ausprobiert, neue Formate schafft, auch neue Gesichter in den Vordergrund rückt, einfach auch dort die Innovationsfähigkeit im klassischen, in Anführungszeichen, Fernsehen unter Beweis zu stellen und darüber dann auch nachhaltig Erfolge zu erzielen. Weil wir werden die auch brauchen. Wir werden das lineare Fernsehen noch sehr, sehr, sehr lange haben. Das ist meine Prognose. Und brauchen, das ist der Wunsch sozusagen an der Stelle, natürlich auch die nicht gerade kleine Investition ins Streaminggeschäft dann auch sozusagen stemmen zu können, dann auf lange Sicht wirklich eine Transformation auch der Geschäftsmodelle hin mehr zu D2C und direkten Kundenverhältnissen auch schaffen zu können.
Wir werden das lineare Fernsehen noch lange haben. Definitiv kommen wir trotzdem zum Next Big Thing, wie du es genannt hast, also zu RTL Plus, eurer eigenen VOD-Plattform. 2 Fragen dazu. Wie hoch sind die aktuellen Zahlen von RTL Plus und zweitens, warum seid ihr kein Aggregator und bietet mit RTL Plus nicht auch öffentlich-rechtliche oder andere private Programme an?
Also die erste Frage, wir kommunizieren im Moment 2, 7 Millionen Kunden, Tendenz stark steigend. Also es ist nicht vermessen davon auszugehen, dass das noch deutlich stärker wachsen wird. Also wir haben da eine sehr gute Wachstumsstory hingelegt und ein sehr erfolgreiches Produkt, was auch wöchentlich auch durch neue Inhalte ergänzt und ausgebaut wird. Und die Antwort auf die zweite Frage ist, wir wollen uns wirklich auf unser eigenes Angebot und auf die eigene Kernmarke und auf die Gestaltung auch des gesamten programmlichen Umfelds konzentrieren, dort am besten auch schnell wachsen zu können, ohne sich sozusagen mit anderen Inhalten im negativen Sinne des Wortes dann auch zu belasten, sondern wir wollen unser eigenes, von uns selbst erzeugtes Inhalteuniversum erschaffen, unsere eigene Marke, unsere eigene Hoheit, ein wirkliches Markenbild auch erzeugen, auch eine Sprache, die Inhalte sozusagen sprechen und keine sozusagen beliebige Aggregation. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass man über kurz oder lang auch noch mal inhalte von dritten dazu nimmt aber sie müssen natürlich passen sie müssen in den kontext passen sie müssen in die vermarktungsstrategie hineinpassen und da glaube ich ist eher Vorsicht geboten und eher mal auf die eigenen Fähigkeiten und auf die eigenen Inhalte sich zu konzentrieren, dann vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt etwas mehr zu wachsen. Und wir werden natürlich auch über das Video-Universum hinaus, und da werden wir sicherlich auch noch gleich drüber sprechen, erstmal die Inhalte, die unser eigener Konzern zu bieten hat, in die Plattform integrieren, dann auch ein Erlebnis zu schaffen, was jenseits von Video funktioniert und ein weitgefächertes Medienangebot zur Verfügung stellt. Das ist eine neue Art der Aggregation. Das ist jetzt nicht eine, ich sag mal, beliebige Aggregation von allen Videoinhalten, deren man habhaft werden kann, sondern das ist eine Aggregation verschiedener Contentangebote und verschiedener Contentkategorien zu einem All-Media-Angebot, was es in der Form, zumindest nicht, dass mir das bekannt wäre, nirgendwo gibt und das sicherlich eine Innovation darstellt und auch die Stärken gerade des Hauses Bertelsmann, das ja in verschiedenen Mediengattungen investiert ist, nochmal hervorhebt und mit 1 solchen, einem solchen Move sicherlich eine einzigartige Neuerung und auch ein neues Angebot in die Medienwirtschaft stellt.
Und da konzentrieren wir uns drauf. Und Aggregatoren gibt es natürlich. Also wenn ich im Videobereich mir, die beiden großen zu nennen, die Angebote von der Telekom und von Vodafone angucke, GigaTV und MagentaTV, das sind ja Aggregatoren im Videoumfeld und die haben dann auch ihren Geschäftszweck dort. Wir haben ihn in der Aggregation unserer Inhalte und in der Abbildung und in der Erzeugung von einem Medienangebot, was es so in der Form bisher noch nicht gegeben hat.
Also Aggregation von Video-Inhalten an sich ist keine Differenzierung, sondern das machen viele andere. Das ist das klassische Plattformgeschäft, sondern ihr wollt ein klares Bild abgeben in eurer Aggregation, in dem ihr alle sämtliche Medien, den Medienmix, den das Mutterhaus anbietet, zusammenpasst. Das heißt, das wird Audio, Print und Video werden.
Genau, also Video, Audio, Podcast, Magazine, Hörbücher, alles, was man sich sozusagen im multimedialen Kontext vorstellen kann. Das ist sozusagen die nächste Entwicklungsstufe. Ein All-Media-One-App könnte man es auch nennen, Angebot, was dann diese nächste Entwicklungsstufe der Aggregation darstellt, aber mit Blick wirklich auf das, was wir selbst auch leisten und anbieten können, dem Kunden aber auch wirklich auch was Neues zu bieten. Weil meine Videoaggregation gibt es natürlich in verschiedensten Farben und Formen, aber das über Mediengattungen hinweg, vor allen Dingen auch mit einem personalisierten Angebot, mit einem eigenen Feed, wo ich dann auch Kontexte herstellen kann gemäß meines Geschmackes zwischen den einzelnen Mediengattungen, das ist sicherlich was komplett Neues. Und da sind wir sehr gespannt und sehr hoffnungsfroh, dass das natürlich einschlägt wie eine Bombe in der Medienlandschaft in Deutschland, weil man muss auch dazu sagen, es gibt nicht viele groß angelegte Innovationspfade. Es wird sehr viel kopiert und nachgemacht oder auch gelassen, weil es zu teuer ist. Aber dass jemand wirklich hingeht und sagt, ich probiere mal wirklich was komplett Neues und setze mich mal sozusagen auch wirklich ein Stück weit des Risikos aus. Das ist neu, das ist einzigartig und das zeichnet auch ein Unternehmen wie RTL aus, dass sie zusammen mit den Gesellschaftern natürlich auch in so einen Weg einschlagen.
Also von außen her macht das natürlich alles sehr, sehr viel Sinn. Ich habe übrigens auch die aktuelle Folge, Folge 22, mit Roger Elsner von der CA Media gesprochen aus der Schweiz, die genau diese trimediale Angebot auch aus Zeitschriften, Radio und Video anbieten. Und ja, das scheint der richtige Weg zu sein. Jedenfalls hat er da auch einen großen Konzern daraus geschaffen und ist sehr erfolgreich. Ich bin natürlich sehr gespannt von der Aggregation, wie das dann mit RTL Plus klappt, weil es ist sicherlich nicht leicht, alle verschiedenen Mediengattungen unter einen Hut in ein UI zu packen. Wie geht ihr jetzt vor? Jetzt drängen die großen Gaffas, die großen Konzerne in den deutschen Markt hinein, geben Milliarden oder investieren da Milliarden ein. Geht ihr, klar ihr differenziert euch über das Angebot, geht ihr auch jetzt speziell auf die jüngere Zielgruppe oder ist 14 bis 59 der maßgebliche Punkt und ihr sprecht mehr oder weniger mit eurem Angebot alle Zielgruppen an?
Also für RTL Plus würde ich jetzt mal behaupten, dass wir alle Zielgruppen ansprechen, dass da auch für jeden was dabei ist und dass jeder sich sozusagen auch seine Inhalte, seine Inhalteinsel innerhalb des Angebotes finden kann. Das ist ja im Übrigen auch im linearen Fernsehen so. Da ist natürlich im Schnitt eine gewisse Zielgruppe, also 1459, ein bisschen älter gefasst, eine maßgebliche. Aber das heißt ja nicht, dass jedes einzelne Programm sozusagen diese Breite anspricht, sondern da gibt es auch Inhalte, die mal jünger, mal älter sind oder mal mehr männlich, mal mehr weiblich, aber im Schnitt geht es dann sozusagen in die Richtung. Und so würde ich es erst recht dann auch mal für so eine Aggregationsplattform sehen. Da muss am Ende des Tages von den Kleinen bis zu den Großen, von den Jungen bis zu den Alten für jeden was dabei sein.
Jetzt haben wir schon viel in die Zukunft geschaut, jetzt trotzdem noch mal konkret die Frage, wenn wir jetzt gerade an die Schwerpunkte deines Jobs denken, Wie wird sich denn in den nächsten 5 Jahren die Mediengruppe RTL verändern und was wird sich in deinen Schwerpunkten, in deinen Bereichs verändern?
Also die große Veränderung, die ich merke, ist schlicht und ergreifend die Vielfältigkeit der Themen. Also das war, sozusagen früher nicht gerade eindimensional, aber doch ziemlich klar strukturiert, was da abging im Verbreitungsmarkt. Mittlerweile ist es natürlich eine unglaublich fragmentierte Systemgeräte und auch Wettbewerbslandschaft. Und man hat schon, ich sage mal, fast den halben Tag damit zu tun, alle Nachrichten zu verfolgen, die da draußen in der Welt so zu passieren, in unserem Metier, von den anderen ganz zu schweigen, einfach auf der Höhe zu sein, dessen was passiert. Es ist eine unglaubliche Dynamik im Markt und die Herausforderung ist natürlich in dieser Gesamtdynamik den Überblick nicht zu verlieren und noch eine klare Zielstruktur für sich selbst herauszuarbeiten, die man dann auch am besten auch ein paar Monate, idealerweise auch Jahre durchhält, dann auch einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Insofern, die technische Fragmentierung ist sicherlich ein Riesenthema. Es reicht nicht mehr, ein Signal zu produzieren wie früher, sondern ich muss für jede Plattform sozusagen auch Derivate von Applikationen, von Apps bereitstellen. Das Thema Addressable TV hatten wir eben.
Ich muss sozusagen verschiedene Technologien zusammenzufassen, eine Reichweite zu erzeugen, auch in der linearen Verbreitung. Und ich muss natürlich auch ein Stück weit auch die Inhalte auf die entsprechenden Nutzungsformen anpassen. Also nicht alles, was im Streaming funktioniert, funktioniert im linearen Fernsehen und umgekehrt. Also es sind sehr, sehr, sehr viele Parameter, die zu 1 richtigen Bestückung auch von Produkten notwendig sind. Deswegen natürlich auch eine KI-Unterstützung beispielsweise von Programm und Produktplanung zukünftig wichtig wird, einfach dem Entscheider sozusagen die Basis und die Grundlage zu geben, dann noch das Baubefühl, das sicherlich immer notwendig sein wird, dann nutzen zu können. Aber ohne die sozusagen gröbsten Fehler zu begehen, weil die die KI schon weggerechnet hat. Das ist ein Zug, weil einfach der Inflow von Informationen, vernünftige Entscheidungen treffen zu können, zu groß ist. Was die Infrastrukturen anbelangt, da werden wir natürlich einen klaren Zug haben von Broadcast hin zur Broadband, zur IP-basierter Verbreitung.
Also ich gehe schon davon aus, dass die Nutzung insbesondere von IP und von OTT-Signalen und Plattformen und Angeboten und so weiter zukünftig weiter zunehmen wird und wir natürlich auch unsere Inhalte zunehmend in dieser Form dann auch werden anbieten müssen und insbesondere was den Reichweitenausbau im Bereich IP-gestützter Verbreitung angelangt, noch sehr, sehr viel werden machen müssen, weil wir können uns nicht ewig darauf verlassen, dass der Broadcast in der Form und auch mit den Reichweiten und vor allen Dingen mit den Nutzungsquoten, die wir dort im Moment haben, uns erhalten bleibt. Da findet sicherlich ein Wandel statt. Und da, wo die Reise hingeht, sprich IP, muss man dann auch irgendwann auch sein, die Leute, die dann, ich sag jetzt mal, sich keine Antenne mehr in den Fernseher stecken, sondern es mit dem WLAN-Anschluss belassen, die dann auch wirklich an allen Fronten abzuholen. Das wird eine Herausforderung sein. Man hat da sicherlich nicht die Eile, dass das alles in den nächsten 24 Monaten fertig sein muss, weil der Broadcast ist auch ein ganz langer, ruhiger Fluss, das darf man auch nicht vergessen. Und der Deutsche an sich neigt auch jetzt nicht unbedingt dazu, ruckartig seine Versorgungslage zu ändern. Aber es ist ein langfristiger Trend und da müssen wir gewappnet sein.
Ich hatte dich übrigens, glaube ich, vor 7 oder 8 Jahren mal gefragt, ob ich mich selbstständig machen soll aus meinem Beruf heraus und die analoge Abschaltung der Kabel koordinieren soll. Da hast du mir den Rat gegeben, mach das nicht. Das ist Schnee von gestern. Konzentrier dich auf die Lizenzierungsthemen und die Technologiethemen. Die Sachen werden nicht einfacher werden. Und jetzt sind wir ein paar Jahre später, du hast recht gehabt und ja, du sagst, die nächsten 5 Jahre wird es auch noch komplex und kompliziert werden. Zur Mediadistribution hast du ein paar Sachen schon gesagt. Man muss im IPTV und OTT sein, weil das wird sicherlich nicht weniger, sondern es wird weiter wachsen werden.
Wir haben in den nächsten 5 Jahren externe Faktoren wie die Umlagefähigkeit im Kabel wird wegfallen. 5G wird wahrscheinlich flächendeckend überall verfügbar sein, vielleicht sogar in der Mediadistribution, aber sicherlich in der Kontradistribution. Wie sieht es denn aus mit Satellit und sonstigen? Also die öffentlichen Rechnungen gehen ja vielleicht mit ihren SD-Sendern vom Satellit. Wie schätzt du die Sache ein, jetzt in der technischen Disposition nochmal, jenseits von IPTV und OTT, wie sich da die Dinge verändern? Also ich
glaube, man muss 2 Sachen unterscheiden. Das Vorhandensein dieser Infrastrukturen, das wird sicherlich noch sehr, sehr, sehr lange tragen. Also bevor wir keine Satellitenübertragung mehr haben, ich glaube, da sind wir 2 wirklich auch altersmäßig jenseits von Gut und Böse. Das wird sicherlich noch sehr, sehr, sehr lange dauern. Aber es hat halt diese Nutzungsverschiebung, die man im Auge behalten muss. Und insofern, gerade was den Satelliten anbelangt, mache ich mir da, ehrlich gesagt, am wenigsten Sorgen. Ich habe es mal an anderer Stelle genannt, so ein bisschen der Maschinenraum, so die Dampfmaschine sozusagen unseres Unternehmens, die wirklich seit Jahrzehnten fehlerfrei und mühelos uns gewaltige Reichweiten, es sind ja immer noch fast 50 Prozent der deutschen TV-Reichweite, die da dran hängt, liefert, obwohl das Ding unerreichbar durch das Weltall rast. Das ist immer die Faszination dabei.
Das funktioniert hervorragend und ist nach wie vor die Basis für alles. Keine Frage, zusammen natürlich mit den großen Kabelnetzbetreibern und den IPTV-Infrastrukturen, die dann zusammen die Reichweite bilden. Aber wir merken halt, dass Nutzung von Broadcast zu Broadband wandert und das Vorhandensein der Infrastrukturen wird sehr sehr sehr lange noch gegeben sein. Aber man muss halt da, wo die Nutzung hinwandert, nämlich in den IP-basierten Infrastrukturen auch vorhanden sein und aktiv sein und dort die Leute abholen, wo sie hingehen. Insofern erstmal eine Warnung. Alles gut im Broadcast, aber Obacht, die Konkurrenz schläft nicht, es mal so auszudrücken.
Ja, danke nochmal an die Erinnerung, dass der Maschinenraum immer noch 50 Prozent der deutschen Haushalte dominiert. Das ist auch mal wichtig bei all den Diskussionen über Dynamic Ad Insurgent oder OTT oder sonstigen. Ja, das war heute ein sagenhafter Rückblick in die Digitalisierung des Fernsehens, über die Kontribution, über die Distribution bis hin zu den digitalen Prozessen und Geschäftsmodellen. Auch in dieser Folge war der Blick in die Zukunft, was 1 der größten privaten Mediengruppen Europas in den kommenden Jahren machen wird, hochinteressant. Und vielen herzlichen Dank, lieber André, für all die Informationen, Ausblicke, die du heute geliefert hast.
Ja, vielen Dank, lieber Christian, für die Einladung und fürs Gespräch.
Und dir danke ich fürs Zuhören. Ich hoffe, diese Folge von TV-Helden hat dir gefallen. Falls ja, dann empfehle uns bitte weiter. Ich danke WeDoTV für die Unterstützung dieser Folge. Bis zum nächsten TV-Helden. Auf Wiederhören wünscht Christian Heinke.
SWR 2021
Also generated
More from this recording
🔖 Titles
André Prahl über RTL, Digitalisierung, Addressable TV und die Zukunft von RTL Plus
Die TV-Zukunft: Von Linearem Fernsehen zu RTL Plus und Adressable TV mit André Prahl
Digitalisierung bei RTL: Programmverbreitung, Streaming, UHD und Adressable TV im Wandel
Vom Broadcast zum Streaming: RTLs Transformation im Gespräch mit André Prahl
RTL Deutschland: Strategien für die digitale TV-Zukunft und das All-Media-Angebot
Addressable TV und RTL Plus: Wie RTL die nächsten Jahre prägt
André Prahl über Innovationskultur, Partnerschaften und technische Herausforderungen im deutschen TV
Von der Sendetechnik zu RTL Plus: Wie RTL die Medienlandschaft verändert
Die Rolle der Deutschen TV-Plattform bei Digitalisierung und neuen TV-Standards
Zukunft des Fernsehens: Investitionen, Partnerschaften und Streaming bei RTL mit André Prahl
📚 Timestamped overview
00:00 Erweiterte Verantwortung: Übernahme des gesamten Sendebetriebs von Materialanlieferung bis Zuschauerausstrahlung.
05:56 Operativer, kommerzieller und Entwicklungslayer bestimmen RTL Deutschlands Aktivitäten, inklusive Senderbetrieb und internationalem Senderechtsvertrieb, mit Fokus auf technologischen Fortschritt im adressierbaren Fernsehen.
13:49 Die Digitalisierung der Distribution und Umstellung von analogem zu digitalem Fernsehen verlief über fast 15 Jahre, abgeschlossen circa 2015/2016, wobei der Übergang zur Internetnutzung alles veränderte.
19:54 Transformation hin zu IP-basierten Technologien: Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit Übertragung, smarten TV-Geräten, Marktanalyse und Medienqualität.
24:25 Die Arbeit bei RTL wird durch technologische Weiterentwicklung, Freiheit, Selbstständigkeit, hervorragende Arbeitskultur und gute Kollegialität geprägt. Veränderungswunsch ergibt sich nicht aus den Rahmenbedingungen.
31:34 Digitale Plattformverbreitung nutzt neue Technologien zur Wertschöpfung; das Geschäft dreht sich von Ausgaben zu Einnahmen durch Rechtebereitstellung. Zudem bleibt der Schutz des werbefinanzierten Modells zentral, während dynamische Online-Werbemodelle entwickelt werden.
33:30 Technologische Transformation anführen, Geschäftsmodell weiterentwickeln, bestehendes Geschäftsmodell schützen, Fokus auf Werbefinanzierung, Plattformgeschäft und D2C-Streaming.
38:58 Adressierbarkeit und Targeting in der Fernsehwerbung sind notwendig, um mit digitalen Plattformen wie YouTube und Facebook wettbewerbsfähig zu bleiben.
48:58 RTL setzt auf lokalen Content und möchte Marktanteile im linearen Fernsehen durch klassisches und faktisches Unterhaltungsprogramm sowie verstärkte Nachrichtenberichterstattung steigern.
52:11 2,7 Mio. Kunden, starkes Wachstum, Fokussierung auf eigene Inhalte und Marke, maßvolles Einbinden externer Inhalte, Integration von Konzerninhalten für vielfältiges Medienangebot, innovative Aggregation, Bertelsmanns Stärken betont.
01:01:45 Zukünftiger Anstieg der Nutzung von IP und OTT-Angeboten erfordert langfristige Anpassung und Ausbau IP-gestützter Verbreitung.
01:04:11 Satelliteninfrastruktur bleibt langfristig relevant, trotz Verschiebung der Nutzung, da sie essentielle Reichweite bietet.
📚 Timestamped overview
00:00 Komplette Verantwortung für Sendebetrieb
05:56 Senderbetrieb und Rechtevertrieb bei RTL
13:49 Von Analog zu Digital: Transformation
19:54 IP-basierte TV-Technologien und Märkte
24:25 "Positive Arbeitskultur bei RTL"
31:34 Digitale Monetarisierung und Werbeschutz
33:30 Geschäftsmodell-Transformation im Mediensektor
38:58 Werbung: Adressierbarkeit im TV-Zeitalter
48:58 RTL: Lokaler Content und Marktanteile
52:11 Eigenes Inhalteuniversum für Wachstum
01:01:45 Zukunftstrend: IP und OTT-Verbreitung
01:04:11 Satellitenübertragung: Zeitlose Infrastruktur
❓ Questions
Natürlich, hier sind 10 Diskussionsfragen, die sich direkt auf die Inhalte und Themen dieser Podcast-Episode beziehen:
Wie beurteilt ihr den Einfluss der Digitalisierung auf die Wertschöpfungskette des Fernsehens, wie ihn André Prahl beschrieben hat?
André Prahl betont die Bedeutung des eigenen, technologieorientierten Denkens bei RTL. Wie wichtig ist Innovationskraft für Medienunternehmen heutzutage?
Was haltet ihr von der klaren Trennung verschiedener Layer (operativ, kommerziell, Entwicklung) bei RTL und CBC – ist das auch in anderen Medienunternehmen sinnvoll?
Inwiefern unterscheidet sich die Strategie von RTL beim Aufbau ihrer Streamingplattform RTL+ von anderen Anbietern wie MagentaTV oder internationalen Playern?
André Prahl spricht von der Bedeutung lokaler Inhalte für den Erfolg im deutschen TV-Markt. Wie relevant bleibt dieser Fokus angesichts globaler Konkurrenz?
Welche Herausforderungen und Chancen bietet Addressable TV laut Prahl für Werbetreibende und Sender gleichermaßen?
Die Deutsche TV-Plattform wird als zentrales Branchengremium beschrieben. Wo seht ihr Potenziale, aber auch mögliche Hürden für solche branchenübergreifenden Initiativen?
Wie verändert sich die Rolle von klassischen linearen TV-Quoten im Vergleich zur Messung und Monetarisierung digitaler und hybrider Angebote?
Prahl spricht offen darüber, dass RTL im Distributionsgeschäft „streng“ ist, wenn es um Konditionen mit Plattformpartnern geht. Ist diese strategische Stringenz eher Vorteil oder Nachteil im Wettbewerb?
Mit Blick in die Zukunft: Welche Auswirkungen werden die weiter zunehmende Fragmentierung von Plattformen sowie der Wandel von Broadcast zu Broadband auf Sender und Zuschauer haben?
Diese Fragen bieten viele Ansätze, um tiefer in die Inhalte der Episode einzusteigen und unterschiedliche Perspektiven zu beleuchten!
💬 Keywords
IPTV, OTT, lineares Fernsehen, TV-Distribution, RTL Plus, UHD, HD-Programme, FAST Channels, AWOD, Dynamic Ad Insertion, Adressable TV, Digitalisierung, Streaming, Medienkonsum, Plattformgeschäft, Reichweite, Werbefinanzierung, Contentbeschaffung, Programmlizenzen, Ultra HD, Medienkonvergenz, Broadcast, Broadband, Ketchup-Rechte, Sendeabwicklung, Medienlandschaft, Plattformpartner, Nutzerinteraktion, Medienanalyse, All-Media-Angebot, Medieninnovation
👩💻 LinkedIn post
🚀 Neues aus der Welt der TV-Distribution: TV-Helden #24 mit André Prahl (RTL)
Im aktuellen TV-Helden Podcast hatte Christian Heinkele das Vergnügen, mit André Prahl, Leiter Programmverbreitung bei RTL Deutschland, über die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen im TV-Markt zu sprechen. Die Themen reichen von der Digitalisierung über Addressable TV bis hin zur Zukunft von RTL+.
Hier sind meine 3 wichtigsten Takeaways aus dem Gespräch:
🔹 RTL+ als "Next Big Thing": Die Streaming-Plattform RTL+ steht ab sofort im Zentrum der Wachstumsstrategie. Mit einem einzigartigen All-Media-Angebot aus Video, Audio, Print und Podcasts differenziert sich RTL klar im Wettbewerb.
🔹 Addressable TV & Werbeinnovation: Die Transformation von klassischen Broadcast-Strukturen hin zu adressierbarer, zielgruppengenauer Werbung ist die größte Herausforderung der kommenden Jahre – und zugleich notwendig, um mit den bestehenden und neuen Wettbewerbern wie YouTube und Co Schritt zu halten.
🔹 Vielfalt, technischer Wandel, starke Partnerschaften: Die Medienlandschaft bleibt hochdynamisch, Plattformen und Technologien fragmentieren sich weiter. Entscheidend ist ein klarer Kurs, strategische Partnerschaften und die Bereitschaft, Innovationen konsequent voranzutreiben – so bleibt RTL auch nach fast 30 Jahren für André Prahl ein attraktiver Arbeitgeber.
👉 Die komplette Episode lohnt sich besonders für alle, die die Zukunft des Fernsehens mitgestalten oder von Branchen-Insidern lernen wollen!
#TVHelden #RTLPlus #AddressableTV #Digitalisierung #Medienbranche #Streaming #Innovation #PodcastEmpfehlung
🔗 Hör rein in die neueste Folge von TV-Helden!
ℹ️ Introduction
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von TV-Helden! In dieser Episode spricht Host Christian Heinkele mit André Prahl, dem Leiter Programmverbreitung bei RTL Deutschland und Geschäftsführer des Cologne Broadcasting Center. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf Prahls beeindruckende Karriere – fast drei Jahrzehnte hat er bei RTL die Digitalisierung und technische Transformation des Fernsehens maßgeblich mitgestaltet.
Das Gespräch dreht sich um die spannenden Herausforderungen und Veränderungen der Medienbranche: von der Programmdistribution klassischer TV-Sender über den Ausbau von HD- und UHD-Angeboten bis hin zum Streamingdienst RTL+ als „next big thing“. André Prahl gibt Einblicke in die Entwicklung von Addressable TV, erklärt die Rolle der Deutschen TV-Plattform und spricht offen über die zukünftigen Geschäftsmodelle zwischen Werbung, Plattformgeschäft und D2C-Strategien.
Außerdem erfahren wir, wie sich RTL an die dynamische Medienlandschaft anpasst, warum Innovation und Partnerschaft auf Augenhöhe für den Sender so wichtig sind und warum die Menschen hinter den Kulissen oft jahrzehntelang für RTL arbeiten. Freut euch auf eine Folge voller Erfahrungen, Anekdoten und Ausblicke in das Fernsehen von morgen!
❇️ Key topics and bullets
Natürlich! Hier ist eine umfassende thematische Abfolge der besprochenen Themen im Podcast „TV-Helden #24 mit André Prahl (RTL)“, gegliedert mit passenden Unterpunkten:
1. Intro und Vorstellung
Ankündigung von WeDoTV und dessen Rebranding sowie Angebotserweiterungen
Vorstellung des Gastes André Prahl, seine Rolle bei RTL
Kurzer Rückblick und Einleitung zur Episode
2. Werdegang und Ausbildung von André Prahl
Studium der Elektrotechnik in Aachen und Köln
Bedeutung des Studiums für die heutige Arbeit
Einstieg und Entwicklung bei RTL
3. Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten bei RTL und CBC
Erweiterung der Aufgaben um den Sendebetrieb (Playout)
Verantwortung für die gesamte Sendestrecke: von der Materialanlieferung bis zum Zuschauer
Organisation und Struktur der CBC (Cologne Broadcasting Center)
Bereiche: Produktion, IT, Programmverbreitung
Aktuelle Umstrukturierung und Integration in andere Bereiche
4. Highlights und Anekdoten aus der Karriere
Digitalisierung des Fernsehens: von analog zu digital, Einführung von MPEG und DVB
Technologische Vorreiterrolle (z. B. mobile digitale Übertragungswagen im Tschetschenien-Krieg)
Eigene Erfahrungen (z. B. persönliche Anekdote: Versetzung im Job, Kennenlernen der Ehefrau)
5. Engagement in der Deutschen TV-Plattform (DTVP)
Aufgaben der Deutschen TV-Plattform
Förderung offener Standards
Austausch und Zusammenarbeit mit Sendern, Plattformbetreibern, Geräteherstellern, Behörden
Arbeitsgruppen: Media over IP, Smart Media, Ultra HD
Bedeutung für die Branche und den Technologiewandel
Aufruf zur aktiven Mitwirkung in der Plattform
6. Werte und Partnerschaften in der Medienbranche
Gründe für die langjährige Treue zu RTL
Unternehmenskultur, technologische Offenheit und Innovationsfreude bei RTL
Zentrale Werte in Partnerschaften: klare Kommunikation, Verlässlichkeit, Kollegialität
7. Programmverbreitung und Plattformgeschäft
Technische und kommerzielle Rahmenbedingungen für die Distribution
Wandel des Geschäftsmodells: von Zahlung für Verbreitung zu Umsatzbeteiligung
Schutz und Weiterentwicklung des werbefinanzierten Geschäfts
Neue Ertragsmodelle: Werbung, Plattformgeschäft, D2C/Streaming (RTL Plus)
Finanzielle Bedeutung des Plattformgeschäfts
8. Aktuelle und zukünftige Entwicklungen („The Next Big Thing“) in der Distribution
RTL Plus als zentrales Zukunftsprojekt
Ausbau der Streaming-Plattform und UHD (Ultra HD)
Investitionen in Programm und technische Neuerungen
Kooperation von UHD-Produktion und Streaming
9. Addressable TV und Adressierbarkeit von Werbung
Marktanforderungen und Entwicklung innovativer Werbeformen
Technologische Herausforderungen bei der Umsetzung (verschiedene Netze, Plattformen, HWBTV)
Notwendigkeit einer harmonisierten Vermarktungsreichweite
Begriffsdefinitionen: Addressable TV, Dynamic Ad Substitution und Dynamic Ad Insertion
Kommerzielle Produkte auf Basis von HWBTV
10. Lineares Fernsehen: Quoten, Attraktivität und Inhalte
Herausforderungen durch Mediennutzungswandel
Bedeutung von lokalen Inhalten und Nachrichtenkompetenz
Innovationsfähigkeit im Programmangebot
Prognose: lang anhaltende Bedeutung des linearen Fernsehens
11. RTL Plus – Strategie und Positionierung
Aktuelle Nutzerzahlen und weiteres Wachstum
Fokussierung auf eigene Inhalte und Medienmarke („All-Media-One-App“-Ansatz)
Integration weiterer Medienarten: Audio, Print, Podcasts, Magazine
Zukunftsaussichten und Differenzierung zur Konkurrenz
Zielgruppenstrategie: Angebot für alle Altersgruppen
12. Technische Trends und Ausblick auf die nächsten 5 Jahre
Zunehmende Fragmentierung der Distribution (Broadcast, IP, OTT, Plattformen)
Notwendigkeit technischer und inhaltlicher Anpassungsfähigkeit (z.B. KI-unterstützte Planung)
Bedeutung von Reichweitenaufbau im IP-basierten Raum
Rolle des Satelliten und Broadcasts im Infrastrukturmix
Ausblick auf die Markt- und Technologiedynamik
13. Abschluss und Verabschiedung
Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse
Dank an den Gast André Prahl und die Zuhörer
Hinweis auf die nächste Folge und Sponsoren (WeDoTV)
Falls du einen bestimmten Abschnitt, mehr Details oder eine zeitgenaue Aufschlüsselung möchtest, sag gern Bescheid!
curiosity, value fast, hungry for more
✅ Die Zukunft des Fernsehens startet jetzt!
✅ In der neuen Folge von TV-Helden spricht Host Christian Heinkele mit André Prahl, dem King of Distribution bei RTL.
✅ Themen: Digitalisierung, Adressable TV, UHD, RTL+ und wie sich RTL für die Streaming-Ära neu aufstellt – aus erster Hand erklärt!
✅ Du willst wissen, was "the next big thing" wirklich ist und warum TV heute mehr ist als nur Einschalten? Hör jetzt rein und bleib am Puls der Medieninnovation!
🎧 Jetzt die Folge "TV-Helden #24 mit Andre Prahl (RTL)" anhören – exklusiv in deinem Podcast-Feed!
🗞️ Newsletter
Betreff: TV-Helden #24: „The Next Big Thing“ bei RTL – Digitalisierung, Addressable TV & mehr!
Hallo liebe TV-Held:innen,
heute melden wir uns mit einer ganz besonderen Ausgabe unseres Newsletters rund um die neueste Episode von TV-Helden! In der aktuellen Folge (#24) begrüßt Host Christian Heinkele niemand Geringeren als André Prahl, den „King of Distribution“ und Leiter Programmverbreitung bei RTL Deutschland. Was euch erwartet? Ein tiefer Einblick in die Digitalisierung des Fernsehens, die Rolle von RTL+ als streamende Plattform, Innovationen wie Addressable TV, UHD und vieles mehr.
Das erwartet euch in Episode #24:
Digitalisierung live miterlebt: André Prahl erzählt, wie er seit 1994 die technische Evolution von RTL begleitet und maßgeblich mitgestaltet hat. Von den ersten digitalen Übertragungswegen bis zum heutigen Streamer-Broadcaster – eine faszinierende Reise durch fast drei Jahrzehnte Mediengeschichte.
RTL+ – die Zukunft des Streamings: Warum ist RTL+ das „Next (und Current) Big Thing“? Prahl erläutert die Strategie hinter der Plattform, warum Aggregation hier weiter gedacht wird und welche Rolle andere Medien wie Audio und Print perspektivisch spielen könnten.
Addressable TV & Werbemodelle: Was steckt wirklich hinter Addressable TV? Und wie schafft es RTL, Werbeblöcke individuell auf den Endgeräten der Zuschauer auszuspielen? Prahl erklärt, wie Innovation, Definition und Standardisierung maßgeblich verändert haben, wie Werbung im linearen und non-linearen TV funktioniert.
Die Deutsche TV-Plattform: Was macht eigentlich dieses Gremium? Als Vorstandsvorsitzender klärt André Prahl auf, warum die Vernetzung der TV-Branche gerade jetzt wichtiger denn je ist – und wie sich die Plattform von einstigen DVB-Standards zum Zukunftslabor für IP, Smart TV und Ultra HD entwickelt hat.
Werte & Partnerschaft: Ob strategischer Kurs, Beständigkeit im Team oder langfristige Kooperationen – bei RTL spielt Unternehmenskultur eine entscheidende Rolle. Was andere Unternehmen besser machen? Spoiler: Kaum etwas.
Praxisnah & persönlich:
Ob mit witzigen Anekdoten über den persönlichen Werdegang (und was eine strafversetzte Büro-Umsetzung mit der Liebe zu tun hat) oder spannenden Einblicken in aktuelle Herausforderungen wie KI-gestützte Programmplanung, André Prahl gibt viele ehrliche und kluge Ein- und Ausblicke.
Extra-Tipp:
In der Episode erwarten euch auch Hinweise auf Branchenveranstaltungen und Ausbildungen wie den „preco-zertifizierten TV-Manager“ und die Media Hall bei den FiberDays 22. Ideal, wenn ihr noch tiefer eintauchen oder euer Netzwerk erweitern möchtet!
Jetzt reinhören!
Die komplette Folge #24 mit André Prahl (RTL) gibt es wie immer überall dort, wo es Podcasts gibt – und natürlich direkt bei TV-Helden.
Wir wünschen euch viel Spaß mit dieser spannenden Episode und freuen uns über eure Weiterempfehlung!
Herzliche Grüße
Euer TV-Helden-Team
P.S.: Fragen zur Folge? Wünsche für kommende Gäste oder Themen? Schreibt uns jederzeit – wir sind gespannt auf euer Feedback!
🧵 Tweet thread
🚨 Mega-Thread für alle #TV & #Medien Fans! 🚨
RTL im Wandel, Addressable TV, Streaming-Offensive – und spannende Insights aus 28 Jahren TV-Branche! 🎬👇
1/
In #TVHelden spricht Christian Heinkele mit André Prahl – dem King of Distribution bei RTL Deutschland. Wer wissen will, wie Fernsehen heute & morgen funktioniert, bekommt hier den Deep Dive aus erster Hand.
2/
André ist ein echtes RTL-Urgestein: Seit 1994 an Bord, hat er alles miterlebt – von der Analog-Abschaltung, ersten digitalen Übertragungen, bis zu IP, Streaming und Dynamic Ad Insertion. 💯
3/
Ein Highlight: Wie Prahl im "technischen Wildwest" versehentlich strafversetzt wurde… und dabei seine spätere Frau kennenlernte. RTL-Liebe auf allen Ebenen! 💡❤️
4/
Wusstet ihr, dass CBC (Cologne Broadcasting Center), der Tech-Arm von RTL, gerade komplett umstrukturiert wird? IT, Sendebetrieb und Programmverbreitung werden neu gebündelt – schnellere Prozesse und Innovationen voraus! 🚀
5/
Die große Mission heute: RTL transformiert vom reinen Broadcaster zur innovativen Medienplattform – linear, hybrid, OTT und mit Streaming-Fokus. RTL+ ist jetzt „the Big Thing“!
6/
Addressable TV = mehr als Buzzword! RTL setzt auf personalisierte Werbung via HbbTV und anderen Plattformen. Aber: Der deutsche Markt ist extrem fragmentiert – von SAT über Kabel bis IPTV. Ziel ist überall: ein einheitliches Werbeprodukt. 🛠️🎯
7/
Spannende Zahl am Rande: Über 13 Millionen Haushalte zahlen heute schon für HD-Programme der Privaten! Die Distributions-Deals bringen Millionen ein – Tendenz steigend. 💸
8/
Warum bleibt André Prahl seit 28 Jahren bei RTL? „RTL hat eine Arbeitskultur und Innovationskraft, die man von außen oft nicht sieht. Es gibt keinen besseren Ort.“ Teamwork, Freiraum & Gestaltungswille – das Erfolgsrezept!
9/
RTL+ geht neue Wege: Bald gibt’s ein „All-Media-One-App“-Modell – Video, Audio, Podcasts, Magazine & mehr. Einzigartig im Markt, echtes Bertelsmann-Powerhouse. 🔥📱
10/
Das lineare Fernsehen lebt weiter (mindestens 50% Reichweite via Satellit!), aber: Die Zukunft ist hybrid & IP-getrieben. Fokus auf lokale Inhalte, News, Innovation und Nutzererlebnis!
11/
Fazit: Deutschlands TV-Branche ist in Bewegung – mit RTL und André Prahl ganz vorn. Von Technik, Distribution, Geschäftsmodellen bis zu „Fernsehen für die Zukunft“. Wer jetzt nicht umdenkt, verschläft den Wandel!
👉 Was denkt ihr: Wie sieht unser Fernsehen in 5 Jahren aus? Kommentiert & diskutiert mit! #Streaming #AddressableTV #RTL #TVZukunft
🔗 Mehr Learnings & die ganze Story gibt’s im aktuellen TV-Helden-Podcast!
🎬 Reel script
Herzlich willkommen! In meiner neuesten Session mit André Prahl, dem King of Distribution bei RTL, ging’s um nichts Geringeres als die Digitalisierung und Zukunft des Fernsehens. Wir haben über die Entwicklung von RTL zum streamenden Broadcaster gesprochen, wie Addressable TV und UHD die Branche verändern und warum RTL Plus das „Next Big Thing“ ist. Außerdem erfährst du, wie sich RTL im Wettbewerb mit den globalen Streaming-Giganten aufstellt und warum Partnerschaften und Innovationen der Schlüssel zum Erfolg sind. Perfekt zusammengefasst für alle, die wissen wollen, wie Fernsehen morgen gemacht wird!
🪡 Threads by Instagram
Digitalisierung prägt RTL seit Jahrzehnten – vom analogen PAL-TV bis zu Streaming und Addressable TV. André Prahl erzählt, wie Wandel und Technik Hand in Hand gehen und die Branche vorantreiben.
Adressierbare Werbung wird das Fernsehen revolutionieren, sagt André Prahl. RTL setzt auf Addressable TV und arbeitet daran, Werbeerlebnisse für Zuschauer noch individueller zu gestalten.
RTL Plus wird die zentrale Zukunftssäule im Medienhaus. Nicht nur Streaming, sondern ein All-Media-Angebot: Video, Audio, Magazine – alles in einer App. Eine echte Medieninnovation made in Germany.
Warum ist RTL so beständig? Für André Prahl zählen Offenheit für neue Technik, Freiraum zur Gestaltung und eine starke Unternehmenskultur – das motiviert für jahrzehntelange Treue.
Auch wenn Streaming wächst: Broadcast bleibt laut Prahl der „Maschinenraum“ Deutschlands. Fast 50% Reichweite kommen noch von Satellit und Kabel – neue Wege gehen, ja, aber die Basis bleibt stark.
💡 Speaker bios
Christian Heinkele ist Host des Branchen-Podcasts „TV-Helden“, der sich an alle Profis rund ums Fernsehen richtet. Mit seiner Expertise bringt er aktuelle Entwicklungen aus der TV-Welt einem breiten Publikum nahe. In seinen Sendungen geht es unter anderem um innovative Unternehmen wie die Videosolutions AG, die hinter WeDoTV steht – einer der größten unabhängigen Anbieter von FAST-Channels und digitalen TV-Lösungen in Europa. Mit viel Begeisterung und Branchenkenntnis bleibt Christian Heinkele stets am Puls der Zeit, vernetzt Experten und informiert seine Hörer über Trends und Neuheiten in der Fernsehlandschaft.
💡 Speaker bios
André Prahl ist ein Experte, der sein naturwissenschaftliches Studium erfolgreich genutzt hat, um analytisches und strukturiertes Denken zu verinnerlichen und automatisieren. Diese mathematisch-analytischen Fähigkeiten bilden die Grundlage seiner beruflichen Aktivitäten, die sich über mehrere Jahrzehnte entwickelt haben. Sein fundiertes Wissen in Übertragungstechnik und physikalischen Zusammenhängen ermöglicht es ihm, technische Prinzipien sowohl im Bereich des Broadcasts als auch des Internets zu verstehen und in unternehmerische Entscheidungen einfließen zu lassen. Für ihn ist das strukturierte Denken eine wesentliche Voraussetzung, um technische und wirtschaftliche Herausforderungen zu meistern.
Episoden Text
In Folge 24 von TV-Helden begrüßt Host Christian Heinkele einen echten Branchenexperten: André Prahl, den Leiter Programmverbreitung bei RTL Deutschland und Geschäftsführer des Cologne Broadcasting Center (CBC). Heinkele stellt Prahl als „King of Distribution“ und als einen der strategisch und technisch versiertesten Akteure der deutschen Medienbranche vor, der seit fast drei Jahrzehnten maßgeblich die Entwicklung und den Wandel von RTL miterlebt und mitgestaltet hat.
Gemeinsam blicken die beiden auf Prahls Werdegang vom Ingenieur für Elektrotechnik hin zum Verantwortungsträger bei einem der größten privaten Medienunternehmen Europas. Prahl gibt spannende Einblicke in die Transformation von RTL zum streamenden Broadcaster, die Digitalisierung der Signalwege und die Rolle von CBC als technologisches Rückgrat. Ein zentrales Thema ist die Zukunft der TV-Verbreitung: Welche Bedeutung haben Plattformpartnerschaften, wie wandelt sich das TV-Geschäft durch Streaming, UHD und Addressable TV und warum hat RTL bei der Programmverbreitung eine besonders stringente und strategische Herangehensweise?
Ein weiterer Fokus liegt auf Prahls Engagement als Vorsitzender der Deutschen TV-Plattform, die maßgeblich zur Digitalisierung der deutschen Fernsehlandschaft beigetragen hat und sich aktuellen Herausforderungen wie der IP-basierten Verbreitung stellt. Ebenso werden aktuelle Themen wie die Erfolgsaussichten von RTL+ als All-Media-Plattform, der Stand von UHD/4K im Broadcasting und die strategischen Schritte von RTL gegenüber internationalen Streaming-Giganten beleuchtet.
Abgerundet wird die Folge durch persönliche Anekdoten, Prahls Lessons Learned aus drei Jahrzehnten Medienwandel und seine Einschätzung zur Zukunft des linearen Fernsehens. Für alle, die wissen wollen, wie sich RTL, die Medienbranche und die Fernsehlandschaft Deutschlands technisch und strategisch aufstellt, bietet diese Folge fundierte Insights und einen spannenden Blick hinter die Kulissen.
Made with Castmagic
Turn any recording into a page like this.
Upload audio or video — interviews, podcasts, sales calls, lectures. Get a transcript, summary, key takeaways, and social-ready clips in minutes.
Or learn more about Castmagic first.
Magic Chat
Try asking
Google
Apple