media hall 25: „Innovative Monetarisierungsstrategien für Streamer und Plattformen“ Top-Experten Podiumsdiskussion (#80)
CH
Speaker
Christian Heinkele
CS
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Clemens Schwaiger
HN
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Henning Nieslony
RR
Speaker
Rene Rummel-Mergeryan
Chapters
In this recording
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Werbung bleibt – auch bei klassischen Abos": Also ich glaube, aus dieser ersten Runde nehme ich im Wesentlichen mit, dass Werbung in jedem Fall here to stay ist, auch bei den ganz klassischen Abo-Modellen.
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Clemens Schwaiger
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Werbefinanzierung im Streaming "Und wir könnten, sag ich mal, die inhaltliche Vielfalt, die wir anbieten, ohne diese Werbefinanzierung, die zweite Säule, gar nicht anbieten zu dem Preispunkt.
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Markus Härtenstein
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Streaming-Abos im Wandel: "Die Geschäftsmodelle der Publisher auf der Plattform bestimmen ja die Publisher.
”
Herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von TV-Helden, der Branchen-Podcast für alle, die sich professionell mit Fernsehen beschäftigen. Mein Name ist Christian Heimke. Anfang April 2025 traf sich die TV-Branche zur Media Hall in Frankfurt. Die Media Hall ist der Innovationstreff der TV-Branche und findet während der Digital- und Glasfasermesse Fiber Day statt. Die Media Hall ist seit 4 Jahren ein Herzensprojekt von mir und ich bin nachhaltig überwältigt vom Zuspruch der Zuschauerinnen und Teilnehmern sowie Sponsoren.
Das lag sicherlich auch am sensationellen Line-Up von 56 Speakern, Moderatorinnen und Moderatoren. Und damit alle, die nicht vor Ort sein konnten, auch diese hochgerätig besetzten Podiumsdiskussion der Media Hall hören können, werden wir in den kommenden Wochen und Monaten ausgewählte Themen hier auf TV-Helden veröffentlichen. Ohne Unterstützung wäre das nicht möglich.
Deswegen schon mal vielen herzlichen Dank an SATU, ohne die dieses Review nicht möglich wäre. Kaum ein Thema beschäftigt die Branche aktuell mehr als die Refinanzierung von TV-Inhalten und TV-Services. Die Preise für Abos sinken, der Wettbewerb nimmt zu, Budgets der Konsumenten sind endlich und gleichzeitig steigen die Kosten für Content-Technik und Vermarktung. Für die meisten von uns in unserer Branche steht deshalb die Frage an oberster Stelle, wie sehen innovative Monetarisierungsstrategien für Streamer und Plattformen aus?
Welche Modelle funktionieren, wo liegen die Grenzen und wo neue Potenziale. In 1 Zeit, in der Refinanzierung und Innovation über das wirtschaftliche Überleben entscheidet, diskutierten auf der Media Hall 2025 Roji Elsner, CEO Zatu, Markus Hertenstein, Co-CEO von der X-Ring AG, Henning Nisloni, Chief Streaming Officer RTL Deutschland, Dr. Jörg Richards, Vice President für Marktung und Steuerung TV, Deutsche Telekom, René Rummel, Managing Director Business Development, Netflix, moderiert von Clemens Schweiger, Associate Partner McKinsey. Viel Spaß!
Clemens Schwaiger
Vielen Dank! Also ich würde gerne in der ersten Runde eigentlich mit euch mal ergründen. Ist es Werbung oder Abo, beziehungsweise Werbung und Abo in euren Geschäftsmodellen? Wie geht es also mit den beiden Modellen weiter im Streaming? Henning, du hast ja mit RTL Plus ein unglaubliches Jahr jetzt hinter euch gebracht, plus 1000000 Subscriber. Welche Rolle spielt Werbung für RTL Plus?
Henning Nieslony
Also ich glaube, ich habe 2 Perspektiven da drauf, weil wir Teil 1 Hauses sind, das aus der Werbung kommt. Wenn man mal die große Perspektive nimmt, dann ist unser Job in der Company sicherlich für abofinanzierte Umsätze zu sorgen, unser Gesamtrevenue-Mix zu optimieren und auf deiner Skala weiter nach oben zu klettern, was Recurring Revenues angeht.
Wenn ich mir aber angucke, wie das innerhalb von RTL Plus aussieht, dann glaube ich, bewegen wir uns in deiner Matrix genau auf allen Feldern, unabhängig davon, ob das jetzt innovativ ist oder nicht. Aber ich glaube, es ist nur konsequent dafür zu sorgen, alle Monetarisierungsformen anzubieten, zu denen dann natürlich auch Werbung gehört. Und da hilft uns das Haus und die Kraft und die Historie, aus der wir kommen, innerhalb von RTL Plus eine bessere Balance zu finden, was Einstiegspreise angeht, was Zusatzmonetarisierung angeht.
Und Deswegen ist es für uns ein großes Und für RTL Plus, auch auf werbefinanzierte Monetarisierung zu achten. Der Gesamtfokus für RTL Plus ist aber sicherlich abofinanziert, die gesamte Topline von RTL Deutschland zu bewegen.
Clemens Schwaiger
Super, vielen Dank. René, mit Netflix wart ihr ja Pionier in SVOD, aber auch kürzlich jetzt sehr signifikant im Werbegeschäft, auch aktiv. Was ist deiner Meinung nach die langfristige Balance zwischen diesen 2 Geschäftsmodellen für Netflix?
Rene Rummel-Mergeryan
Ja, ich würde sagen, ähnlich wie Henning es gesagt hat, steht bei uns ganz klar das Paid-Subscription-Modell weiterhin im Vordergrund. Das betreiben wir ja auch schon seit seit vielen vielen Jahren sehr erfolgreich und sind ja eben kein Pionier, sondern ich würde sagen eher ein late follower im Bereich Advertising. Wir sind da seit Ende 2022 unterwegs und damit noch sehr, sehr früh am Start und gerade im Aufbau befindlich. Insofern sind die Zahlen da noch überschaubar. Sie wachsen sehr schnell, exponentiell würde ich sogar sagen, aber im Gesamtverhältnis macht es noch einen relativ kleinen Anteil aus.
Wir sind aber sehr optimistisch, dass sich das zu einem signifikanten Anteil im Gesamtumsatz entwickeln wird über die nächsten Jahre.
Clemens Schwaiger
Okay. Aber es gibt hier jetzt also auch keine Strategie, jetzt aktiv, die Base, die schon da ist, zu konvertieren in Werbung, sondern das ist ein weiteres Einsteigerprodukt?
Nein, also ich meine, in unserer DNA ist ja ganz klar der Kunde immer im Fokus. Also wir wollen dem Kunden Vielfalt anbieten, sowohl auf der inhaltlichen Ebene, aber auch was das kommerzielle Angebot betrifft. Insofern war das natürlich auch 1 unserer Hauptgedanken, als wir das werbefinanzierte Angebot eingeführt haben. Wie können wir Netflix zu einem noch günstigeren Preispunkt für weitere Zielgruppen möglich machen? Und wir sehen das auch mit großem Erfolg, dass wir es geschafft haben, wirklich neue Zielgruppen mit dem günstigen App, das ja nur 4, 99 Euro kostete in Deutschland, zu erschließen.
Gleichzeitig, interessanterweise natürlich, hatten wir ein bisschen Befürchtung auch, dass wir eine Kannibalisierung sehen würden, ein Downshift sozusagen von bestehenden Kunden aus den Paid-Abo-Modellen in das werbefinanzierte Modell und das ist bis dato ausgeblieben.
Clemens Schwaiger
Sehr interessant. Danke dafür. Markus, auch ihr habt ja ein tolles Abonnement-Wachstum in den letzten 2 Jahren hingelegt und deswegen könnte man sagen, Subscription ist klarer Favorit in eurem Geschäftsmodell. Auch da, ist das eine richtige Annahme oder wie spielt Werbung bei euch hinein?
Markus Härtenstein
Absolut, also der Fokus der letzten 9 Jahre war ganz klar auf Abo, da entsprechend eine relevante Größe aufzubauen. Aber ich muss ganz klar sagen, seit 8 Jahren haben wir eben entsprechend auch einen Werbeansatz, New TV Fast und dementsprechend setzen sowohl als auch. Also das Werbeprodukt ist hochrelevant für uns. Und wir könnten, sag ich mal, die inhaltliche Vielfalt, die wir anbieten, ohne diese Werbefinanzierung, die zweite Säule, gar nicht anbieten zu dem Preispunkt.
Dementsprechend hochrelevant und die Kombination ist aus unserer Sicht genau das Richtige.
Clemens Schwaiger
Danke. Jörg, Magenta TV, ich glaube der Inbegriff 1 Abonnement Modells am Ende, aber mit Magenta Sport und auch Investitionen in Ad-Tech in den letzten Jahren macht ihr auch spannende Möglichkeiten der Vermarktung auf. Wie geht da der Weg für euch weiter?
Jörg Richards
Ja, also wie du sagst, schön, wenn wir die Kategorie geprägt haben, Abos zu verkaufen im Fernsehen oder Fernsehen und Streaming. In der Tat ist das natürlich ein Hauptteil unseres Geschäfts. Das ist ähnlich, wie Markus es gerade geschildert hat. Unser Subscription-Business ist, man hat es ja eben auch gesehen, ein wachsendes Geschäft. Also es gibt immer noch genügend Kunden oder Menschen da draußen, die es für richtig erachten und wertschätzen, so ein Produkt kaufen zu können für eine monatliche Subscription.
Letztendlich, Die Geschäftsmodelle der Publisher auf der Plattform bestimmen ja die Publisher. Wir sind zum Beispiel auch ganz happy, dass wie René sagte Netflix oder auch andere jetzt neue Modelle kreiert haben. Das hilft uns deswegen, weil wir natürlich dann auch in der Lage sind, andere Angebote zu machen.
8:04
Abo-Geschäft und Werbevermarktung bei Magenta
Bei dem bei uns beim Smartstream sind die Etheas inkludiert, im Megastream sind die Produkte als Standardprodukte ohne Werbung inkludiert. Und man sieht, dass das teilweise, das ist immer ein bisschen abhängig von den Aktionen, die wir auch fahren, aber so ungefähr auch schon mal 50-50 aussehen kann. Das heißt, die Kunden greifen genauso stark zu dem Werbeprodukt, als auch zu dem Produkt ohne Werbung. Also insofern für uns Abo-Geschäft ganz klar im Vordergrund, aber du hast es gesagt, Wir entwickeln uns auch da weiter.
Das ist auch ähnlich wie Markus das geschildert hat. Wir haben nicht ganz so früh angefangen damit. Tatsächlich ist Magenta Sport unser Inhalt, den wir selber vermarkten, wo wir eine eigene Werbevermarktung haben. Magenta Sport gibt es zwar auch schon seit 10 Jahren, aber ich würde mal sagen, also mit Vorläuferprodukten, wir haben jetzt erst die letzten 2, 3 Jahre das tatsächlich professionalisiert mit der Werbevermarktung, waren da auch echt erfolgreich bei unseren Highlight-Events wie jetzt eine Euro im letzten Jahr zum Beispiel.
Das heißt, so langsam wird das Geschäft für uns auch ein relevantes und wir haben daneben nicht nur die einen Inventare, also die einen Inhalte, die wir mit Werbung dann vermarkten, sondern wir versuchen auch den Publishern zu helfen, ihre Werbeerlöse zu steigern. Wir werden dann nächste Woche tatsächlich das erste Mal ein Produkt launchen für den anderen großen Broadcaster, der jetzt hier nicht am Tisch steht. Aber auch RTL wird dann folgen und auch alle weiteren, wo wir versuchen wollen, das Geschäft der Publisher positiv zu beeinflussen und natürlich dadurch auch eine Wertgenerierung für uns dann zu sehen.
Clemens Schwaiger
Ja, waren natürlich eingeladen, Aber vielleicht zum Schluss noch, Roger, last but not least, eine spannende Perspektive eigentlich als Plattformbetreiber. Ihr habt ja ganz viele Inhaltepartner. Wie ist denn da der Trend aus deiner Sicht dann auch auf verschiedene Geschäftsmodelle deiner Inhaltsanbieter? Wie geht es da weiter?
Roger Elsener
Ja, also erst mal sieht man ein Stück weit auch an unserer eigenen Entwicklung. Wir waren früher aus Satu rein werberefinanziert, haben dann das Modell geswitcht auf Subscription-Finanzierung, erfolgreich geswitcht auf Subscription-Finanzierung. Und jetzt gehen wir ein Stück weit wieder zurück in dieses hybride Modell, wo Werbung für uns wieder relevanter wird. Im Moment haben wir tatsächlich sehr hohe Wachstumsprozente in Bezug auf Werbeentwicklung, was einen schönen Impact auf die ARPU-Entwicklung insgesamt. Eine Frage zu beantworten. Wir hatten im Letzten Jahr alleine rund 140 neue Sender aufgeschaltet bei uns.
Davon waren 70
%
mit Targeted-Ads-Optionen ausgestattet, also mit Connected-TV-Ads oder mit Dynamic-Ad-Substitution. Insofern sieht man, wie stark sich dieser Markt gerade entwickelt und was für ein Potenzial dahinter liegt. Zusätzlich natürlich auch der Trend, den ihr alle beschrieben habt, dass Subscription-Modelle alleine im Moment sich ein Stück weit wandeln und öffnen, eben auch die AdSense-Refinanzierung da zu ermöglichen.
Clemens Schwaiger
Also ich glaube, aus dieser ersten Runde nehme ich im Wesentlichen mit, dass Werbung in jedem Fall here to stay ist, auch bei den ganz klassischen Abo-Modellen. Wenn wir da mal ein bisschen tiefer eintauchen, ich habe so den Eindruck, das Ökosystem in Deutschland zur digitalen Video-Werbung, Da ist man irgendwie zerrissen zwischen den Inventar-Anbietern, der Käuferseite, vielleicht auch Technologie-Gaps für die Branche insgesamt und so ein bisschen Mangel der Standardisierung oder vielleicht 1 Währung.
Ich glaube, da gab es viele verschiedene Anläufe. Markus, dieses User-basierte Targeting, über das wir auch auf jeder Industriekonferenz immer wieder sprechen und uns so irgendwie vorstellen, das ist der Graal der Zukunft,
Roger Elsener
Kann man
Clemens Schwaiger
ja wahrscheinlich technisch einfach oder mehr oder weniger einfach umsetzen. Aber glaubst du, dass sich die Werbeindustrie auf Käufer- und Anbieterseite jemals auf ein Geschäftsmodell einigen kann?
12:29
Vorteile und Herausforderungen von Connected TV
Markus Härtenstein
Ja, Vielleicht nochmal einen Schritt zurück. Also der Vorteil ist natürlich, wir haben First-Party-Data. Also sprich, ja, wir können es wunderbar kombinieren und wir haben quasi auch Möglichkeiten als Plattform, was es so draußen vielleicht nicht gibt. Wenn man jetzt mal tiefer einsteigt in den Markt, haben wir gerade gesehen, dass, Pi mal Daumen, 3, 5 Milliarden in Deutschland ja immer noch über klassisches lineare Fernsehen gebucht wird, wie vor 40 Jahren, wo man Umfelder belegt.
Umfelder. Also dementsprechend wäre, glaube ich, mal die Herausforderung, dass dieses Connected TV, also sprich diese neue Gattung der Werbemöglichkeiten, auch in diesem linearen Umfeld, dass das überhaupt mal State of the Art und die Basis wird. Und ich glaube, dann erst kann man wirklich auch nochmal diskutieren, wie stark taucht man quasi in Targeting und Retargeting-Logiken ein. Also deswegen, glaube ich, muss man wirklich vorne anfangen, zu sagen, okay, wir haben ein Modell im Markt, das größte Modell, 2 Drittel war es bei dir.
Markus Härtenstein
Wird halt entsprechend noch, ich will nicht sagen, mit der Gießkanne verteilt, aber mit 1 Umfeldlogik. Da schon mal zu gehen, man hat keine Umfelder, sondern die Zielgruppe, die man halt wirklich haben will, Das wäre aus meiner Sicht der erste Schritt, weil sonst, glaube ich, nimmt man den zweiten und stolpert. Und das ist eine Herausforderung, da müssen wir hin. Da liefern wir, glaube ich, extrem gute Produkte schon ab. Aber der Faktor ist schon so, dass es eben alle Beteiligten unterstützen müssen und da ist die werbetreibende Industrie natürlich auch gefordert, da den Schritt auch mitzugehen, ganz klar.
Clemens Schwaiger
Wesentliches Thema ist natürlich die Frage der Reichweite, wie man die auch misst, belastbar, qualitativ. Jörg, da haben wir ein bisschen gesprochen darüber im Vorfeld. Was ist denn dein Blick darauf, auch wiederum als Plattform und teilweise auch technischer Dienstleister, wenn man so möchte?
Jörg Richards
Ja, also ich möchte nochmal anknüpfen an das, was der Markus gerade sagte. Also letztendlich relevant muss es sein für die Werbetreibenden. Jetzt sind wir als Telekom natürlich auch 1 der größten Werbetreibenden in Deutschland. Es ist jetzt weniger mein Business, unser Business beim AgendaTV, sondern das machen die Kollegen. Trotzdem sind wir natürlich da auch stark im Austausch und können nur dafür werben, dass auch die Werbetreibenden von den Publishern, wo sie ihre Inventare buchen, halt natürlich das einfordern, was halt die Vorteile sind der neuen Werbeform oder des Targeted Advertising.
Weil letztendlich ist ja die Frage, wie erreiche ich jetzt nachher die Reichweite, die ich haben möchte, wie erreiche ich meine Kontakte? Und dann schließe ich so ein bisschen der Kreis dann zu deiner Frage. Also ich hätte jetzt nicht die Ambition eine eigene Messung einzuführen oder davon halte ich jetzt relativ wenig, sondern du fragst auch nach Standardisierung. Es gibt eine Standardisierung in der Messung, das macht die AGF mit ihrem GfK Panel.
15:15
Optimierung des Werbemarktes durch Daten-Einblicke
Und solange das die Währung ist und die Industrie danach tickt, so be it. Das hat Vorteile, hat sicherlich auch Nachteile in der Technologie oder in der Messung als solches. Das können so Plattformen wie Waifu, Zetto, wir relativ leicht nachvollziehen, wenn wir in unsere Nutzungsdaten schauen und das halt abgleichen mit der offiziellen Messung. Aber wie gesagt, wir haben nicht die Ambition eine eigene Währung einzuführen, sondern wir wollen eher dafür sorgen, dass die Währung besser wird, belastbarer wird und dass der Werbemarkt halt eben sieht, wo erreiche ich jetzt die Segmente, die Zielgruppen, die ich halt eben erreichen möchte.
Und da helfen natürlich genau die Kenntnisse, die wir haben über die Kunden, das zu gewährleisten. Und wie gesagt, natürlich haben wir eigene Inventare, da kann ich das natürlich direkt machen oder ich kann halt denen, die Inventare vermarkten bei mir auf der Plattform, dabei helfen, das auch ihren Werbekunden zu bieten. Und ich glaube, wenn alle am gleichen Strang ziehen, alle in diese Richtung gehen, dann ist jetzt nicht groß die Frage 1 neuen Standardisierung, sondern das kann halt funktionieren.
Die Nachfrage muss da sein.
Und ich glaube, dann kann man auch diese Wachstumsambitionen erfüllen, wovon halt alle sprechen in dieser modernen Welt der Werbung.
Clemens Schwaiger
Henning, vielleicht gleich an dich weiter. Was braucht es denn aus deiner Sicht, da erfolgreich zu sein? Ich weiß, ihr arbeitet seit einiger Zeit auch eben in verschiedenen Formen mit ProSiebenSat.1 zusammen. Gab es auch eine große Ankündigung entsprechend dem Addressable, da was gemeinsam auf die Beine zu stellen. Wäre natürlich eine tolle Marktstandardisierung, wenn sich da die beiden größten Inventareigentümer im deutschen Markt auch gemeinsam Gedanken machen. Wo steht ihr da? Was sind die nächsten Meilensteine?
Henning Nieslony
Also zu deiner ersten Frage. Ich glaube, da kann man sich an klassischem Broadcasting angucken, was es wirklich braucht, weil es eine Industrie ist, die sich die letzten 40 Jahre ausperfektioniert hat. Das ist ja, wie du sagst, Werbekunden wollen Wirkung in Zielgruppen haben, ihre Produkte zu vertreiben und in Return on Invest zu rechtfertigen. Und das ist eine klare Datenlage. Das sind super einfache Prozesse. Das ist CTV im Wesentlichen und Bigscreen, weil da die Aufmerksamkeit und die Wirkung am höchsten ist und so einfache Prozesse wie irgendwie möglich.
Und ich glaube, der digitale Sektor dieser Industrie so vordergründig messbar erscheint, so ein Riesendschungel ist es halt noch, weil es Einzellösungen gibt, weil die AGF noch nicht alles konkret abdecken kann und man den gleichen Komfort in der Buchung hat im Digitalen, wie man das im Linearen haben kann. Und vor diesem Hintergrund haben wir uns mit ProSiebenSat.1 zusammengetan und haben letztes Jahr lineare Reichweiten programmatisch buchbar gemacht, quasi als Proof of Concept.
Haben ein erstes MVP gestartet, haben gezeigt, dass das geht. Und das geht jetzt. Jetzt ist die Frage, wie kriegt man das Geld drauf? Wie kann man diese Strecke aufbauen? Wie kann man Zielgruppen in Echtzeit wirklich buchbar machen und da schnell der Nachfrage auch Herr werden? Und das steht im Vordergrund für dieses Jahr, dass man so 1 großen Bewegbild-konvergenten Reichweite auch die entsprechende Power dann unterschieben kann, dass da die Nachfrage auch reinfließt.
Clemens Schwaiger
Danke. Roger, ich finde es ja vielleicht noch aus 1 alten Zeit in der Schweiz Sehr interessant, was mit Replay TV dort als Industrielösung eigentlich etabliert worden ist, wo, sag ich mal, die Commercial Broadcaster alle gesagt haben, wir wollen da einen zentralen Punkt schaffen, in dem wir diese On-Demand-Nutzung, wo ein sehr, sehr hoher Anteil der gesamten Reichweite sich mittlerweile wiederfindet. Viel stärker ausgeprägt als in Deutschland oder in anderen Geografien.
Kannst du uns ein bisschen berichten, das ist jetzt Jahr 3, dieser Standardisierungsvorhaben, wo man da steht?
Ja, kann ich sehr gerne. Vielleicht ein, 2 Worte erklären der Natur zu diesem Projekt. Es war tatsächlich eine Branchenlösung oder eine Branchenantwort auf einen jahrelangen Rechtsstreit, den die TV-Sender mit den Netzbetreibern und umgekehrt geführt haben. Es ging de facto die Monetarisierung von Replay TV, die in der Schweiz über Kollektivverwertungsgesellschaften geregelt ist, Nicht so wie in Deutschland, wo es individuelle Vertragsbeziehungen braucht zwischen Netzbetreiber und TV-Sendern.
Und aus TV-Senderperspektive, wenn du fragst, von damals haben sich die TV-Sender etwas benachteiligt gefühlt aus der Netzbetreiber-Sicht. Wenn du mich heute fragen würdest, ist das eine super Situation.
Das hat natürlich auch dazu geführt, dass man im Replay-TV nicht von Flickenteppichen spricht, sondern einfach durchgehend 7-Day-Replay auf sämtliche Inhalte von sämtlichen Broadcastern. Das bedeutet, dass man pro Woche ungefähr 50'000 Assets oder frische Assets in diesem Replay-TV zur Verfügung hat, was auch für Netflix eine grosse Anzahl an Assets ist.
Also war die Idee, dass man aus dieser Nutzung eine zusätzliche Monetarisierung schafft. Dafür wurden 3 neue Werbeformen eingeführt und sämtliche Netzbetreiber an einen zentralen Ad-Server angeschlossen. Netzbetreiber, das heisst TV-BC wie Sunrise, IPTV wie Swisscom oder OTT wie Zatu. Alle die sind heute zentral über einen zentralen Ad-Server ansteuerbar. Dieser Ad-Server kann Targeting, lokales Targeting, also auf Kostleitzahlenebene, Zielgruppentargeting und Er kann in der Messung auch Nettoreichweiten addieren zwischen Linearen TV und Replay TV.
Man kann de facto zusätzliche Nettoreichweite den Werbetreibenden verkaufen. Klingt super, ist aber hochkomplex und eine Situation, die es weltweit nirgends sonst gab. Entsprechend ist da sehr viel technologische Entwicklung reingeflossen.
21:34
Werbe-MVP trotzt Corona-Herausforderungen
Mit 1 Multistakeholder-Situation und hoher Komplexität. Und das MVP-Produkt anfangs tat sich schwer im Markt. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass es direkt in die Corona- und Nach-Corona-Zeit kam, wo die TV-Märkte grundsätzlich an Werbevolumen verloren haben. Das heisst, man konnte nicht davon profitieren, dass die Werbeblöcke im Q4 einfach voll waren und von diesen Spillover-Effekten diese neue Werbeform hätte ankurbeln können, das ist nicht passiert. Und dann war es halt ein MVP am Anfang, das heisst, man konnte halt noch nicht 1549 buchen, sondern nur 3+.
Und entsprechend gab es dann so auch kleines Taktieren zwischen den Agenturen, den Werbetreibenden und den TV-Sendern TKP-Pricing-Höhen usw. Aber inzwischen hat sich das recht gut gefangen, recht gut aufgebaut. Die Umsätze, die damit erzielt werden, haben sich in den letzten 2 Jahren verdreifacht.
Auf noch relativ bescheidenem Niveau, aber doch immerhin zweistellige Millionenhöhe, wie die dieses Jahr erwartet werden. Die 3 Werbeformen dazu, wie das sich im Moment darstellt und gestaltet.
Die eine Werbeform ist ein Pre-Roll. Das nennt sich Start-Ad. Die zweite Werbeform ist ein Pausen-Ad. Wenn man den Pausen-Tast drückt, kommt ein Still, ein JPEG. Und die dritte Werbeform nennt sich Fast-Forward. Das ist so etwas wie Dynamic Ad Substitution in Replay TV.
Und wenn ich jetzt hier in den Raum fragen würde, welche dieser 3 Werbeformen sich bisher am besten entwickelt hat, weiss nicht, ob jeder darauf käme, Es ist tatsächlich das Pausen-Ad. Das Pausen-Ad ist bei 1 Auslastung von nahezu 100% gefolgt vom Start-Ad, also vom Pre-Roll, mit sehr hoher Aufmerksamkeit natürlich. Auch nahe bei 100% und das Fast-Forward-Ad, das tut sich noch am schwersten, das ist so bei 15 Prozent heute.
Clemens Schwaiger
Ja und ich finde es zutiefst schweizerisch, dass man sich auch freikaufen kann von Replay TV. Also das finde ich auch gut. Als Abonnent kann ich auch sagen, nein, Ich will keine Werbung sehen. Das darf
Roger Elsener
bei der Zattoo top.
Clemens Schwaiger
Dann wird aber eben wieder, glaube ich, was? 5 Schweizer Franken fällig dafür. Also da gibt es auch die Option. René, vielleicht noch zum Werbethema. Ihr seid ja gerade mitten dabei, ein AdTech-Stack und auch Organisationen entsprechend aufzubauen, zu insourcen. Jetzt als globaler Akteur, wie wichtig ist euch da auch lokale Fähigkeiten, Teams-Fertigkeiten hier in Deutschland und Partizipation am lokalen Ökosystem?
Rene Rummel-Mergeryan
Ist natürlich enorm wichtig. Also das ist ganz ähnlich zu unserem Kernprodukt. Auch da setzen wir natürlich auf die Stärke unseres globalen Unternehmens. Alles was vor allem Produkt betrifft, was Technologie betrifft, also was sich gut skalieren kann, das ist natürlich ein großer Vorteil für uns, wenn wir das weltweit in allen Märkten wiederverwenden können. Gleichzeitig brauchen wir aber auch die lokale Stärke. Sei es im Content-Bereich, wo wir ein super Team haben, das exzellente lokale Inhalte entwickelt, mit großem Erfolg.
Und Genau das Gleiche gespiegelt auch im Advertising-Team. Also die Susanne Aigner ist ja bei uns verantwortlich für das Ads-Business und ist sehr beschäftigt damit gerade ein großes Team aufzubauen.
25:10
Expansion ins Werbegeschäft gestartet
Man kommt gar nicht mehr nach. Jeden Tag kommen neue Kollegen, Kolleginnen ins Team, was uns sehr freut. Und die werden richtig groß. Es wird ein richtig großes Team, weil es natürlich wichtig ist, lokal auch hier bei den Kunden zu sein, in dem Fall bei den Werbekunden, besser zu verstehen, was sind die Bedürfnisse im Werbemarkt, was sind die individuellen Bedürfnisse und wie können wir die hoffentlich besser bedienen als so manch andere in der Konkurrenz.
Und wir sind da natürlich, sagen wir mal, ein Stück weit, wie vorhin erwähnt, ein Late Follower, weil bis Anfang 2022 stand das Thema Werbung ja gar nicht bei uns auf der Agenda. Also diese Entscheidung, dass wir jetzt in Werbung gehen, ist ja unter den veränderten Rahmenbedingungen entstanden Anfang 2022 und dann haben wir innerhalb kürzester Zeit uns auch dazu entschlossen, eben das Thema aufzubauen und waren dann erst mal mit einem Partner unterwegs, mit Microsoft Und dann haben wir aber gesagt, okay, das Thema wirklich ernsthaft bei uns zu etablieren, mit
mehr Agilität, mit mehr Innovationskraft, bauen wir jetzt unseren eigenen App-Tag auf, unseren eigenen Stack und bauen eben auch ein eigenes lokales Team auf in Deutschland als auch in allen anderen Märkten, in denen das App hier verfügbar ist.
Clemens Schwaiger
Also was ich da aus dieser Runde zur Werbung mitnehme, ist glaube ich, dass also am Ende vielleicht auch das Ökosystem hier insbesondere auf der Agenturen- und Käuferseite vielleicht auch nochmal gefordert ist, so einzukaufen. Also diesen Mindset-Change, ich sage mal, vom Umfeld auch in Richtung vielleicht andere Art der Definition von Zielgruppen mitzunehmen und dass eben genau diese Standardisierungsversuche, die es da in der Branche gibt, auch dass sich die etablieren, genutzt werden und am Ende jetzt auch durchsetzen.
Wir werden dann mal weiterschauen, rein zum Thema Subscription. Auch hier für mich so ein bisschen die Frage, haben wir in Deutschland schon den Höhepunkt in der Haushaltspenetration von SVOD erreicht? Also alle, die unbedingt ein SVOD-Abo haben wollten, sind die schon versorgt? Braucht es da andere Art und Weise im Go-to-Market, jetzt nochmal den nächsten Wachstumshorizont zu erreichen? Oder blüht uns jetzt eigentlich dann wieder der alte Wettbewerb exklusive Inhalte, Preisschlachten und Sonstiges. Das wollen wir mal für die Branche nicht hoffen.
Aber vielleicht, René, darf ich gleich mit dir weitermachen. Was ist denn deine Sicht drauf? Als volumensstärkster SWD-Anbieter in Deutschland ist es wahrscheinlich auch gar nicht so einfach, immer weiter zu wachsen. Haben wir da schon den Peak erreicht? Was ist deine Sicht darauf?
Rene Rummel-Mergeryan
Nein, absolut nein. Also ganz klar. Ich weiß auch gar nicht, wo das herkommt, das Gerücht, wer das in die Welt gesetzt hat, dass wir hier nahe
Jörg Richards
oder schon bei
Rene Rummel-Mergeryan
der Saturierung sind.
Clemens Schwaiger
Das ist
Jörg Richards
gar kein
Rene Rummel-Mergeryan
Gerücht, das
Clemens Schwaiger
habe ich einfach nur hier rausgehauen.
Rene Rummel-Mergeryan
Ich weiß nicht, wer sich unsere letzten Finanzzahlen angeschaut hat. Wir sind im letzten Jahr und vor allem im letzten Quartal so schnell gewachsen wie seit Bestehen noch nicht. Also wir haben eben im Jahr 2024 41 Millionen Paid Net Ads generiert, global. Das ist ein Rekordergebnis seit Bestehen von Netflix. Also von daher das natürlich auf globaler Ebene, das liegt in jedem Land ein bisschen unterschiedlich, aber dass man hier von 1 Saturierung sprechen könnte, ist weit gefehlt, insbesondere in Deutschland.
Also in Deutschland, die Daten, die uns vorliegen, als Indikation würde ich das mal verstehen. Wir liegen immer noch unter 10% der Fernsehnutzung. Wenn man sich anschaut, wie viel Streaming, wie viele Minuten von Netflix abgerufen werden von Kunden in Deutschland im Verhältnis zu Gesamt-TV, sind wir noch weit unter 10%.
28:45
Tektonischer Wandel der Mediennutzung
Und wir glauben fest daran, wir sind überzeugt davon, dass hier tektonischer Wandel in der Mediennutzung stattfindet, der sich über viele Jahre, Jahrzehnte wahrscheinlich noch hinziehen wird. Und wir sind da noch bei weitem nicht am Ende angekommen. Und wenn man sich das überlegt, dass da noch 90 Prozent der Kunden im linearen TV unterwegs sind, das mit allem Respekt sehr gut funktioniert hat und auch noch gut funktioniert für viele Zielgruppen, aber viele Nachteile gegenüber unserem Produkt hat, also auch den Produkten von anderen Unternehmen, glaube ich, dass wir dann noch viel Wachstum erleben werden in den
nächsten Jahren. Und das wird zum einen bei uns über weiter organisches Wachstum passieren. Wir sind sehr glücklich mit den nach wie vor den Zahlen, die wir selber generieren können im Direktkundengeschäft, als auch über Partner. Also wir haben ja hier auch einige unserer wichtigsten Partner vor Ort Und mit denen arbeiten wir sehr gerne und sehr erfolgreich zusammen, weil wir natürlich auch sehen, bestimmte Zielgruppen tun sich damit aus verschiedenen Gründen schwer, sich direkt anzumelden bei uns.
Und wenn wir mit den Partnern, das ist ja vorhin auch angesprochen, Paketangebote schnüren, die sehr einfach zu verstehen, sehr einfach zu buchen, sehr einfach zu nutzen sind, dann schaffen wir es damit auch an inkrementelle Zielgruppen heranzukommen, die sich sonst vielleicht nicht für Netflix entschieden hätten.
Christian Heinkele
Fernsehen hat sich verändert. Die Art, wie wir Inhalte konsumieren, wie wir sie Bereitstellen, alles wird flexibler, digitaler und vor allem smarter. In der heutigen Welt ist Video zur wichtigsten Quelle von Unterhaltung und Information geworden. Wenn du als Telekommunikationsanbieter, Medienhaus oder Plattformbetreiber ein eigenes TV-Angebot starten willst, dann gibt es eine Geschäftskundenlösung, die Streaming einfach macht. ZATU. Mit ZATU bringst du dein eigenes, modernes Streaming-Produkt in Rekordzeit auf den Markt. Unter deiner eigenen Marke, mit deiner User Experience, vielen Kommerzialisierungsmöglichkeiten, aber ohne technische Kopfschmerzen.
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Clemens Schwaiger
Ja, und ich glaube, das ist auch euer Pull-Effekt als Partner. Da komme ich dann gleich zu dir, Henning, als nächstes. Also wenn man eben starker Inhalteanbieter ist, dann gibt es ja auch einen Pull-Effekt für die Plattform. Also ich bin Sky-Abonnent wegen dem Sky-Abo mit Netflix, weil Netflix hatte ich vorher schon und dann habe ich mir gedacht, na gut, dann kriege ich für sozusagen einen Inkrement Sky auch noch dazu. Und das glaube ich ist genau dieser Pull eben für den Partner.
Henning, jetzt habt ihr mit Magenta TV einen super Wachstumsmotor unter anderem, auch also neben dem starken organischen Wachstum selbst gehabt. Wie geht es weiter?
Henning Nieslony
Haben immer noch.
Clemens Schwaiger
Habt ihr? Genau, auf jeden Fall. Aber ich sage mal grundsätzlich, da ist ja dann irgendwann ein potenzielles Limit. Irgendwann in färter Zukunft 2030, so dann geht immer eure Partnerschaft zumindest, potenziell gegeben. Wie wichtig ist Bundling für euch?
Henning Nieslony
Also erstmal will ich den Jörg nicht außer Verantwortung lassen. Ich glaube, der hat ambitionierte Ziele und das freut mich. Davon partizipieren wir. Bundling ist für uns super wichtig. Ich komme auch gleich dazu. Ich will nur einmal an das anknüpfen, was René schon gesagt hat. Ich glaube auch, dass das der typische Pessimismus vielleicht ist oder aus der aktuellen Marktphase oder aktuellen Konjunkturlage vielleicht rauskommt. Aber ich sehe auch absolut nicht das Ende der Fahnenstange erreicht im deutschen Markt, was Gesamtpenetration angeht.
Du hast ja gerade gesagt, wir sind gut gewachsen letztes Jahr. Wir sind auch super ins Jahr gestartet. 24% Nutzung Im Februar war Year on Year drin. Da sieht man, wenn man das richtige Rezept hat, dass es Nachfrage gibt und dass man auch weiter wächst. Und ich glaube, das wird die nächsten Jahre als Industrie auch so weitergehen. Bestimmt nicht für jeden. Es gibt bestimmte Player im Markt, da ist das Ende der Wachstumsfantasie angekommen, weil das Rezept nicht da ist oder die Durchdringung oder die Investmentpower nicht da ist, die man braucht.
33:08
Streaming-Markt: Wichtige Faktoren und Strategien
Clemens Schwaiger
Oder der Content.
Henning Nieslony
Oder der Content, genau. Es sind viele Faktoren, aber aus unserer Sicht ist das nicht der Fall. Es gibt 2 Sachen, die ich im deutschen Markt, finde ich sehr wichtig, finde zu beobachten. Das eine ist, wie viel Geld geben deutsche Konsumentinnen und Konsumenten für Streaming aus und da sehen wir schon, dass gerade die Konjunkturlage eine gewisse Zauderhaftigkeit vielleicht bereitstellt und da wir alle, du hast es ja auch gerade gezeigt, in der Industrie arbeiten, die grundsätzlich noch unterfinanziert ist für das, was wir an Value in diesem Markt anbieten, glaube ich
wird langfristig, wenn das Budget gleich groß bleibt, da drin irgendeine Form von Verdrängung stattfinden. Da braucht man wieder ein gutes Rezept, Man braucht Partnerschaften, so wie wir sie auch haben, weil es dann ja automatisch in diesem Portemonnaie zu Bundles kommt, weil man sich den Platz da drin irgendwie erarbeiten will oder in gewisser Weise sticky sein will. Und Deswegen ist Bundling für uns super wichtig über Partnerschaften, die die Fähigkeiten haben, die wir als Haus nicht haben und die wir uns einfacher und besser und schneller so aneignen können.
Oder bei uns selber im Produkt, weil wir sagen, wir kommen aus einem Video Haus, im Video ist das größte Markt und das größte Segment mit der größten Zahlungsbereitschaft. Aber es gibt durchaus Inhalte, die da sauber ergänzen können, die dann ökonomisch sehr sinnvoll in einem Gesamtkonstrukt auch angeboten werden können.
Und das sieht man ja auch, wenn ich mir YouTube angucke, wenn ich mir Spotify angucke, und du hattest gerade noch ein paar andere spannende Player, dass alle experimentieren, wie das beste Gesamtkonzept dann in diesem Wandel aussieht. Der zweite Punkt, finde ich, den man im deutschen Markt nicht unterschätzen kann, und der deutsche Markt ist ja 1 der international größten und umsatzstärksten, sind die sehr starken öffentlich-rechtlichen Player mit einem gigantischen Geschäftsmodell aus Abosicht, weil gesetzlich abgesichert, Paymentstrecke ist ideal, geht einfach vom Gehalt runter, unkündbar, guter Preis.
Und das macht natürlich mit so 1 Marktdynamik schon was, wie langfristig sich solche Budgets auch gestalten und was ich für eine Erwartungshaltung an so einen Service irgendwie auch habe. Und das haben, glaube ich, nicht alle Märkte.
Clemens Schwaiger
Ja, ich habe mir da einige Märkte in Europa angeschaut zum Thema, wie stark das Gewicht von Public Service Broadcasting in Umsatzsicht eben gegenüber der restlichen Branche ist. Und da sieht man so, dass es überall circa 20 bis 30 Prozent sind. Also das Gewicht der öffentlich-rechtlichen und vor allem die Finanzierung in der Art und Weise, wie man eben dann auch insbesondere in fiktionale Inhalte investieren kann, die man sich sonst vielleicht eben nicht so einfach leisten kann, ist sicherlich auch ein spannendes Wettbewerbsumfeld.
Jörg, gleich anschließend, eben als 1 der wesentlichen Partner von RTL Plus. Megapakete ist ja auch bei euch ein Riesenthema. Ich sage immer wieder gerne, mir ist eigentlich doof, wenn man diese ganzen Plattformen nicht über euch bucht, weil der kombinierte Konsumenteneffekt ist ja eigentlich wirklich super. Wenn man die ganzen Abos abschließen möchte, soll man das wahrscheinlich bei euch machen. Hashtag Werbeeinschaltung MagentaTV.
Genau,
Jörg Richards
ja sehe ich genauso. Also wer nicht zu uns kommt, ist eigentlich dumm. Kann nämlich Geld sparen und die schönen Services genießen von den Kollegen dort und von vielen anderen. Spaß beiseite. Also was ich erst mal gut finde, also ich glaube auch nicht, dass das jetzt schon abschlagt. Übrigens die deutsche Kurve bei dir auf dem Chart war ja tatsächlich auch noch mit einem Wachstum versehen. Das sehen wir genauso wie die Kollegen hier.
Ich finde es erst mal gut, dass die Menschen merken, dass man für gute Inhalte Geld bezahlen muss grundsätzlich und sogar auch hybride Modelle teilweise.
Also Geld bezahlen und trotzdem brauche ich noch Werbung. Das finde ich erst mal eine gute Sache, weil diese Free-to-air-Mentalität, also früher oder jetzt aktuell noch, ich schraube mir eine Schüssel aufs Dach und dann kann ich hier umsonst Fernsehen, dem sollten wir ein Ende setzen. Ich denke, das spreche ich hier für die Plattform. Das fänden wir ganz gut. Und insofern glaube ich, dass das eine gute Entwicklung. So ansonsten aus 1 Plattform Perspektive. Wir leben von Vielfalt.
Ja, also von mir aus soll es da draußen so viele Broadcaster und auch S-Word Services geben, wie es denn geht.
Also ist es schön, wenn die sich auch inhaltlich natürlich voneinander abgrenzen. So haben wir als Plattform oder unsere Vertriebler auch immer genügend Themen, über die man sprechen kann. Das ist auch der Schlüssel zum Erfolg. Also auch wir verkaufen unser Produkt natürlich über den Content, der läuft auf dem Produkt. Also was soll ich sonst mit 1 TV-Plattform mit den netten Features. Insofern sind wir gerne Partner von Netflix, RTL und auch den anderen, halt auch das gemeinsame Wachstum, darum geht es ja immer, wir wollen ja gemeinsam Wachstum, auch zu befeuern.
Ja, also insofern glaube ich, die Reise ist noch nicht zu Ende. Und was wir übrigens tun ist, auch da so ein Stück weit diese Reise mit anzufachen, ist, dass wir dem Kunden schon versuchen, auch immer die passenden Angebote zu bieten.
38:08
Personalisierung der Kundenangebote verbessern
Wir sind noch nicht in dieser Welt angekommen, wo wir wirklich, wie man so schön sagt, hyperpersonalisiert die Angebote für den Kunden macht. Aber natürlich versuchen wir schon, aus dem Nutzungsverhalten der Kunden dann auch das nächstbeste Angebot zu kreieren. Also ein Kunde, der heute sehr stark linear schaut bei uns über den Smart-Tarif, wo aber RTL Plus zum Beispiel drin ist. Wenn wir halt feststellen, okay, also das ist jemand, der schaut Inhalte, die ich sehr viel und auch sehr qualitativ hochwertig bei Netflix oder Disney finde, dann biete ich dem ein Megasteam an oder ein Smartsteam oder biete auch verschiedene Zubehöroptionen an.
Das ist ja unser Geschäft. Und ich glaube, dass wenn wir als Plattform auch an diesen Themen arbeiten, man auch dadurch nochmal diese Spirale weiterdrehen kann. Weil ich bin mir nicht so sicher, dass jetzt die Anzahl der Abos pro Kunde bis ins Unendliche wächst. Das hat irgendwann was mit dem Geldbeutel zu tun.
Aber wenn der Kunde gelernt hat, okay, ich muss hier 20, 30, 40 Euro ausgeben im Monat, dass man dann in diesem Bucket optimieren kann. Und ich glaube, da ist auch noch genügend Platz für alle Spieler, nicht nur die Plattform, sondern auch für die einzelnen Streaming Services. Und Insofern glaube ich schon auch, die Zukunft ist noch rosig für uns alle.
Clemens Schwaiger
Sehr schön, das finde ich super. Das ist, glaube ich, der einhellige Tenor auf dem Panel. Markus, vielleicht ganz kurz zu dir, mal weg vom Bundling in Richtung Inhalte. Ich finde es ja super interessant, Wenn ich es richtig gezählt habe, habt ihr in den letzten 12 Monaten 40 neue Kanäle aufgeschalten. Aber korrigiere mich bitte, wenn das die falsche Zahl ist. Ist das die Voraussetzung, immer neue Kundensegmente zu gewinnen und eben auch da entsprechend Attraktivität zu steigern?
Markus Härtenstein
Klar. Also was ist die Motivation, zu uns zu kommen? Inhalte natürlich. Die Kunden wollen Inhalte gucken, möglichst einfach. Und dementsprechend haben wir 40 neue Inhalte aufgeschaltet, auch Channels, die auch mehr oder weniger alle werbefinanziert sind. Also dementsprechend schließt sich da auch der Kreis, geht eben nur ohne zusätzliche Monetarisierung.
Nichtsdestotrotz arbeiten wir ja auch mit entsprechend allen relevanten S-Wort Anbietern zusammen, machen das auch gerne und bewusst, weil einfach da diverse Hygienefaktoren auch nochmal entsprechend positiv stimuliert werden im Markt. Punkt 1, dank Netflix und Co. Ist einfach klar, in meinem Wohnzimmer muss das WLAN irgendwie funktionieren.
40:31
Erwartungen und Herausforderungen im Bewegtbildmarkt
Punkt 2 ist, so ein Bewegtbildkonsum im Bereich Wort, S-Wort ist halt schon schön, wenn ich da pausieren kann, wenn ich da hin und her springen kann, wenn ich eine gewisse Unabhängigkeit habe. Dementsprechend Erwartungshaltung an meinen Bewegtbildkonsum steigt und dementsprechend möchte ich es natürlich auch auf anderen Plattformen, sprich im linearen Umfeld auch haben. Und der dritte Punkt hat Jörg schon gesagt, eine gewisse Zahlungsbereitschaft, weil das Ganze muss halt auch finanziert werden. Dementsprechend finden wir S-Wort sehr unterstützend, arbeiten da auch mit den Partnern zusammen, weil es eben auch eine inhaltliche Erweiterung ist.
Wo wir sicherlich offen und ehrlich intern auch immer hart diskutieren, was ist der richtige Move, sag ich mal, Richtung Konsument. Also sprich Stichwort Megabundle, was die Telekom sehr erfolgreich macht, wo wir uns mal fragen, wie kommen die Preispunkte zustande? Gibt es eine Quersubventionierung, die wir vielleicht gar nicht machen könnten?
Fragezeichen. Aber was da sicherlich auch die Frage ist, ist es wirklich sinnvoll, entsprechend da alles reinzudrücken und gegebenenfalls sagen Sternchentext nach der Promotion von 12 oder 24 Monaten gehe ich halt dann auf Preispunkte, die, sage ich mal, vielleicht aus unserer Sicht dann nicht unbedingt so sind, dass es auch für jeder Mann, sage ich mal, auch dann so einfach mal bezahlbar ist. Und dementsprechend haben wir schon den Anspruch, eben Produkte im Markt zu platzieren, was auch für jeden, sage ich mal, auch monatlich dann auch machbar ist.
Clemens Schwaiger
Okay, danke dafür. Dann, Roger, dieses Thema abzuschließen, Inhalte und Inhaltspartnerschaften, Was spielt das bei der Neukundenakquisition in euren verschiedenen Geschäftsmodellen? Da ist, glaube ich, Satu ja auch ein bisschen spezifischer als der Rest des Panels für eine Rolle.
Roger Elsener
Also Grundsätzlich sind wir der Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das hilft natürlich auch, Kunden zu gewinnen. In Summe sind wir hier alle ein Stück weit auf der Sonnenseite der Entwicklung, die wir in Deutschland sehen. Die ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Entwicklung heisst Migration von IP-basierten oder rückkanalfähigen Verbreitungstechnologien und Empfangswegen, die eben diese Feature-Vielfalt ermöglichen, die eben ermöglichen, dass man ein S-Watt-Abo mit klassischen TV-linearen, non-linearen Inhalten verbindet. Und insofern, glaube ich, ist hier die Reise für uns alle noch längst nicht abgeschlossen.
Clemens Schwaiger
Ja, ich glaube, da gab es jetzt zu dem Statement Preis-Leistungs-Sieger auf jeden Fall die Idee, dass ein paar reagieren wollen. Wir können uns das Arm drücken, dann später machen und so den Gewinner vielleicht rausholen. Aber ich glaube...
Jörg Richards
Vielleicht nochmal zu dem von Markus. Das hat ja letztes Jahr schon der andere Jörg versucht, dein Kollege, mit der Bierdeckelrechnung uns nachzuweisen, dass wir da alles quersubventionieren. Tu mir nicht. Insofern bei uns ist er In der Tat, also wir verdienen schon Geld mit den Tarifen, aber ja, die Maschine, also es muss halt zusammenpassen, dieser günstige Preis. Wir würden auch gerne noch 5 Euro mehr damit verdienen.
Markus Härtenstein
Heißt aber, dass für Henning dann wenig übrig bleibt, oder?
Jörg Richards
Ja, er muss halt über die Werbung dann wieder reinholen.
43:48
Partnerschaftsstrategie: Volumen und Win-Win
Henning Nieslony
Also wir kommen schon klar.
Jörg Richards
Wir kommen klar. Ich glaube, wir kommen alle klar. Aber letztendlich geht es nur darüber, dass man auch das Volumen dann generiert, was wir sich gemeinsam vornehmen. Ich glaube, nur dann wird es wirklich ein Win-Win für beide Partnerseiten. Und man darf ja nicht vergessen, wenn man so eine voll erwachsene Plattform ist, dann hat man ja auch Folgeumsätze, Folgeerlöse aus verschiedenen anderen Geschäftsmodellen und das zusammengenommen erlaubt es halt dann so attraktive Angebote zu machen.
Ist da dieselbe Thematik? Also jetzt bin ich auf einem linear fokussierten Produkt bei euch unterwegs. Da seid ihr ja tatsächlich Preisführer, es mal so zu sagen. Muss ja auch irgendwo herkommen.
Da wissen wir ja auch, wie das geht. Also insofern.
Clemens Schwaiger
Ja, Konsumentenwert muss irgendwo produziert werden. Ich glaube, wenn wir noch mal zurückgehen auf diesen ursprünglichen Chart Enterprise Value und Subscription. Ich glaube, das sind ja dann auch hier der Tenor aus dem Panel heraus. Sehr rosige Zeiten für Investoren vor uns. Wenn ihr sagt, da gibt es noch signifikantes Potenzial in Deutschland im SVOD, werde ich auch meine eigene Perspektive darauf ändern. Danke dafür. Vielleicht letzte Abschlussrunde. Ich glaube, da haben wir jetzt noch 4 Minuten Zeit.
Also im Wesentlichen haben wir hier ein paar Punkte besprochen. Werbung versus Subscription, diese Partnerschaften. Wenn wir da jetzt mal die Uhr nach vorne drehen, 2030, was ist aus eurer Sicht da die Branchenstruktur beziehungsweise auch die Art der Monetarisierung im Fernsehen und im Video. Und wer hier als erster loslegen will, bitte. Ich glaube, Henning hat sogar das Mikro in der Hand.
Henning Nieslony
Ich weiß ja nicht mal, wie mein Q2 wird.
Clemens Schwaiger
2030 zu weit.
Henning Nieslony
Also vielleicht anknüpfend an die rosigen Zeiten. Ich glaube, es gibt keinen besseren Platz in der Industrie, als gerade im deutschen Streamingmarkt zu arbeiten. Ich glaube auf jeden Fall, dass wir gewachsen sein werden und alles dazwischen wird die Zeit, glaube ich, zeigen. Vor 5 Jahren hatten wir keine Telekom-Partnerschaft und keine Partnerschaft mit Magenta TV. Ihr wart noch nicht in der Werbung, hätten wir uns da getroffen, hätten wir wahrscheinlich auch alle reichlich falsch gelegen.
Von daher lege ich mich da gar nicht fest, aber ich bin mir sicher, dass die Teams in diesem Markt sich was einfallen lassen, diese Industrie nach oben zu bekommen und ich glaube, das wird ziemlich spannend und ziemlich wild.
Markus Härtenstein
Ich glaube, ich würde mir eher was wünschen. Ich würde mir wünschen, 2013, dass wir einen sehr starken, immer noch relevanten TV-Markt haben, der, sag ich mal, auch in deutscher Hand ist, wo die 3, 5 Milliarden vielleicht dann 4 wieder geworden sind, mit deutschen Playern bespielt werden, wo der Kunde ein tolles Produkterlebnis hat, ein Fernseherlebnis, wo er sich einfach sagt, das ist auf Augenhöhe mit Video
on Demand und auf der anderen Seite die werbetreibende Industrie halt wirklich dann auch Werbeprodukte an die Hand bekommen, wo sie einfach sagen, hey, das ist mega, das ist state of the art, da gibt es auch keine Notwendigkeit, andere größere internationale Player dann vielleicht auch zu unterstützen. Das wäre, sage ich
Rene Rummel-Mergeryan
mal, mein naiver Wunsch. Ja, also ich zähle uns durchaus als deutschen Player zum deutschen Ökosystem dazu sind seit über 10 Jahren in Deutschland aktiv, investieren mehrere 100000000 in deutschen Content, Marketing, in die gesamte Produktionsindustrie insofern glaube ich sind wir auch als deutscher Player hier gut aufgehoben und ja ich will mir auch nicht zu maßen über die Gesamtindustrie zu urteilen. Ich glaube jeder jeder Player wird seine eigene Strategie verfolgen und gegebenenfalls anpassen müssen.
Für uns, wir haben sehr sehr ehrgeizige Wachstumsziele für Deutschland was 2030 betrifft. Ich glaube der der Core, der Kern unseres Geschäfts wird weiterhin Subscription Business bleiben. Da investieren wir, wie gesagt, sehr viel in vor allem Inhalteproduktion. Darum geht es am Ende des Tages, Inhalte zur Verfügung zu stellen, die relevant sind für den Kunden. Wir werden das ergänzen.
Wir investieren jetzt schon viel in Games und Livestreaming und andere Initiativen, noch mehr Wert zu schaffen für den Kunden, das entsprechend monetarisieren zu können. Wie gesagt, hauptsächlich über Subscription, aber auch über Werbung wahrscheinlich zunehmend.
Roger Elsener
Ich glaube, In den Monetarisierungsformen werden wir nicht viel Veränderung erleben. Das wird auch in 5 Jahren noch Advertising oder Subscription oder vielleicht shoppable Ads im kleinen Bereich sein. Aber da wird es keine Revolution geben, denke ich. Was wir, denke ich, alle und in Stuttgart sind wir alle, Content-Aggregatoren, uns überlegen müssen, in meinen Augen, wie wir mit Short-Form-Content umgehen. Weil ich glaube, der grosse Battle, den wir gerade sehen, ist die Nutzung von Short-Form-Content versus Long-Form-Content.
Wir alle kommen stückweit eher aus dieser Long-Form-Ecke. Aber ich glaube, es ist entscheidend für uns alle, uns dazu Gedanken zu machen, wie wir als Aggregatoren diese Welt auch besser noch umschliessen können.
48:25
Emanzipation der Industrie von Big Scalern
Jörg Richards
Ja, es ist jetzt schwer, da noch etwas hinzuzufügen, also würde ich überall einen Haken hinter machen. Tatsächlich, seit einigen Jahren sprechen wir oft davon, also nicht nur wir selber, sondern auch in Gesprächen mit Partnern, dass wir als gesamte Industrie uns ein Stück weit emanzipieren, behaupten müssen gegen die Big Scaler aus den USA.
Also jetzt zähle ich euch tatsächlich mal zum deutschen Markt dazu, weil er ja auch sehr sehr viel in Deutschland investiert, sage ich deswegen, weil das zu schaffen, wenn das das Ziel ist, dann in der Tat, dann müssen alle weiter dabei bleiben, weiter investieren in Inhalte, in Technologie, in die Plattform, in den Kunden letztendlich auch, damit die Kunden halt merken, okay, da gibt es ein sehr, sehr relevantes, nationales, lokales Angebot.
Natürlich wird es auch immer internationale Angebote geben und die Big Scaler gehen ja nicht weg, das ist nicht der Punkt, aber wir müssen halt dafür sorgen, dass das Ökosystem erhalten bleibt und das sind zum Beispiel dreieinhalb Milliarden, die sollen jetzt nicht weiter schrumpfen und noch weiter Richtung Meta und Google gehen, sondern idealerweise tatsächlich sollen die Umsätze wachsen, die in der Branche erhalten bleiben dann damit und auch das Innovationsvolumen dann auch stützen.
Was man vielleicht noch hinzufügen könnte, Dead Set mit den Big Scalern aus USA. Ja, was gibt es eigentlich für Themen auf europäischer Ebene? Jetzt weiß ich, der Content-Markt ist sehr lokal. Wir haben zum Beispiel einige Subsidiaries in Europa, arbeiten da an 1 Plattform-Harmonisierung zum Beispiel. Ich weiß nicht, ob sowas noch mal Themen sind, dass man sagt, man hebt es noch mal eine Ebene höher, einfach schlagkräftiger zu sein.
Vielleicht auch das auch etwas zum Thema Standardisierung in der Werbevermarktung, wenn man das europäisch betreibt und nicht nur deutsch. Das könnte man vielleicht noch hinzufügen zu dem eben Gesagten. Aber ich glaube auch 2030, da werden wir wahrscheinlich alle hier noch stehen und es wird uns trotzdem noch weiterhin gut gehen.
Henning Nieslony
Jörg, es wäre doch jetzt so einfach gewesen zu sagen, der Mega Streamer ist 5 Euro teurer.
Clemens Schwaiger
Hoffentlich. Nein, aber das ist doch schön. Man will es ja
Jörg Richards
ein Euro abhaben wahrscheinlich davon.
Clemens Schwaiger
Es ist doch schön zu hören, dass es hier am Ende nicht so disruptiv nach vorne raus die Erwartungen gibt. Wollen wir alle hoffen, dass es eine lineare, steile Kurve ist und keine großen Unterbrechungen, weil Disruption haben wir ja aktuell genug auf allen verschiedenen Ebenen. Vielen, vielen Dank euch. Großen Applaus bitte für das Panel.
51:01
Media Hall 2026 Ankündigung
Christian Heinkele
Das war ein Mitschnitt 1 Podiumsdiskussion der Media Hall 2025, präsentiert von Satu. Die nächste Media Hall wird von 25. Bis 26. März 2026 in Frankfurt während den Fiber Days stattfinden. Bis dahin schaut nach unseren Workshops, Seminaren oder der Zertifikatsausbildung zum TV-Manager. Das alles und viele zusätzliche Informationen über die Podcastfolgen der TV-Heldinnen und TV-Helden findest du unter tv-helden.com.
Bis dahin und auf Wiederhören, dein Christian Heinkele.
Roger Elsener
SWR 2021
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🔖 Titles
Monetarisierung im Streaming: Werbemodelle, Abos und Zukunftsaussichten der deutschen TV-Branche
Media Hall 2025: Innovationen und Wachstumstreiber für TV-Plattformen und Streaming-Anbieter
Werbung trifft Abo: Monetarisierungs-Strategien für Streamer im Wandel der Medienlandschaft
Die Zukunft des Fernsehens: Partnerschaften, Bundles und lokale Stärken im Streamingmarkt
Monetarisierungstrends 2030: Wie TV-Helden mit Werbung und Abos neue Wege gehen
Streaming-Wachstum in Deutschland: Herausforderungen, Bundling und Erfolgsrezepte der Branche
Werbe- und Abo-Modelle im Vergleich: Insights von RTL, Netflix, Telekom und Zattoo
Wie bleibt TV profitabel? Monetarisierung, Innovationen und Kooperationen für Plattformbetreiber
Reichweite und Werbeerfolg: Was Media Hall Experten für die Zukunft des Fernsehens erwarten
TV-Helden diskutieren: Monetarisierungsmodelle, Technik und Marktstandards für die Streaming-Zukunft
33:08 Streaming-Markt: Wichtige Faktoren und Strategien
38:08 Personalisierung der Kundenangebote verbessern
40:31 Erwartungen und Herausforderungen im Bewegtbildmarkt
43:48 Partnerschaftsstrategie: Volumen und Win-Win
48:25 Emanzipation der Industrie von Big Scalern
51:01 Media Hall 2026 Ankündigung
Episoden Text
Episodentext – TV-Helden Folge 80: Media Hall & Monetarisierung mit Branchenexperten
In dieser besonderen Folge von TV-Helden begrüßt Moderator Christian Heinkele eine hochkarätige Expertenrunde zur Media Hall 2025 in Frankfurt – dem Innovationstreffpunkt der deutschen TV-Branche. Im Mittelpunkt der Diskussion steht das derzeit wohl spannendste Thema: Die Monetarisierungsstrategien für TV- und Streaming-Angebote in Zeiten sinkender Abo-Preise, wachsender Konkurrenz und steigender Kosten.
Zu Gast sind die führenden Köpfe aus der Branche:
Henning Nieslony, Chief Streaming Officer RTL Deutschland
Rene Rummel-Mergeryan, Managing Director Business Development bei Netflix
Markus Härtenstein, Co-CEO der X-Ring AG
Jörg Richards, Vice President für Marktung und Steuerung TV, Deutsche Telekom
Roger Elsner, CEO von Zattoo
Moderiert wird die Runde von Clemens Schwaiger, Associate Partner bei McKinsey.
Gemeinsam beleuchten sie die Entwicklungen rund um Werbefinanzierung versus Abo-Modelle und diskutieren, wie hybride Ansätze neue Potenziale heben können. RTL Plus, Netflix, Magenta TV und Zattoo berichten aus erster Hand, wie sich ihre Strategien zwischen Subscription- und Werbemodellen verschieben und was Kund:innen wirklich wollen. Auch die Frage nach Standardisierung, Reichweitenmessung und der Rolle von Bundles und Partnerschaften wird intensiv erörtert – inklusive Einblicken in spannende Kooperationen wie Replay TV in der Schweiz.
Die Diskussion endet mit einem Ausblick Richtung 2030: Bleiben die aktuellen Geschäftsmodelle? Wie können deutsche und europäische TV-Anbieter im Wettbewerb mit internationalen Playern bestehen? Und was braucht es, damit die Branche weiterhin wächst – trotz disruptiver Herausforderungen?
Höre jetzt rein und erfahre, wie die Monetarisierung der Zukunft im TV- und Streaming-Bereich wirklich aussieht!
Mehr Informationen und alle Folgen unter: tv-helden.com
💬 Keywords
Refinanzierung von TV-Inhalten, Monetarisierungsstrategien, Streaming-Modelle, Werbung im Streaming, Abonnement-Modelle (Subscription), Werbefinanzierte Modelle, Hybridmodelle (Abo + Werbung), Werbetechnologie (Ad-Tech), Targeted Advertising, Reichweitenmessung, AGF und GfK Panel, Standardisierung im Werbemarkt, addressierbare TV-Werbung, Bundling und Paketangebote, Partnerschaften (z.B. Plattformen & Content-Anbieter), Haushaltsdurchdringung von SVOD, Konkurrenz von öffentlich-rechtlichen Sendern, Inhalteproduktion (Content Creation), Nutzerverhalten beim Streaming, Finanzierung von Content, Kostenentwicklung in der Branche, Nutzersegmente und Zielgruppen, Relevanz von First-Party-Daten, Marktentwicklung Deutschland, Replay-TV Lösungen, Innovationskraft im TV-Markt, Marktstandardisierung, Qualitäts- und Erfolgskennzahlen (KPI), Short-Form vs. Long-Form Content, Technologische Integration (API, Plattformlösungen), Zukunft des Bewegtbildmarktes
👩💻 LinkedIn post
📺 Rückblick auf die Media Hall 2025: Monetarisierung von TV-Inhalten – Insights aus der aktuellen Folge TV-Helden! 🚀
Vor Kurzem hatte ich die Gelegenheit, die spannende Podiumsdiskussion der Media Hall 2025 im Podcast TV-Helden nachzuhören – moderiert von Clemens Schwaiger mit einem starken Panel aus Branchenführern von RTL+, Netflix, Deutsche Telekom, X-Ring AG und ZATU.
Hier meine Top 3 Learnings für die TV- und Streaming-Landschaft:
Werbung bleibt unverzichtbar – auch neben Abomodellen: Alle Panelisten betonen: Die Zukunft ist hybrid! Werbe- und Abomodelle bestehen nebeneinander und komplementieren sich – das gibt Nutzer:innen Flexibilität und erschließt neue Zielgruppen.
Standardisierung & Ökosystem stärken den Markt: Austausch über Reichweitenmessung und programmatische Buchung verdeutlicht: Für Innovation und Wachstum braucht es stärkere Kooperation auf Seiten von Publishern, Plattformen und Werbetreibenden sowie einheitliche Messstandards.
Marktpotenzial noch längst nicht ausgeschöpft: Trotz hoher Marktdynamik und steigendem Wettbewerb sehen die Experten kein Ende des Wachstums bei Paid-Streaming in Deutschland. Vor allem Bundling und innovative Partnerschaften bieten zusätzlichen Rückenwind.
Wer tiefere Einblicke in strategische Monetarisierungsoptionen, Entwicklungen im deutschen Streaming- und TV-Markt sowie Learnings für die eigene Praxis sucht, sollte die neue Folge nicht verpassen! 🎧
Let’s connect, wenn ihr euch über die Zukunft von TV, Streaming und Werbung austauschen wollt!
Natürlich! Hier sind zehn Diskussionsfragen, die direkt auf die angesprochenen Themen und Aussagen dieser Episode basieren:
Welche Rolle spielen Werbefinanzierung und Abonnements im aktuellen Geschäftsmodell von TV-Plattformen und Streamern? Gibt es für euch ein "entweder-oder" oder ist ein Hybridmodell die Zukunft?
Henning Nieslony betont die Bedeutung von Werbeerlösen trotz Abofokus – wie bewertet ihr die Balance aus Monetarisierungssicht zwischen Werbung und Abo in der Praxis?
René Rummel-Mergeryan berichtet, dass das werbefinanzierte Netflix-Angebot neue Zielgruppen erreicht, ohne bestehende Abonnenten zu kannibalisieren. Welche Erfahrungen gibt es zu solchen Effekten bei anderen Plattformen?
Die Diskussion um eine Standardisierung und gemeinsame Währung für digitale Videowerbung zieht sich durch den Podcast. Was wären eurer Meinung nach die wichtigsten nächsten Schritte, um das Ökosystem effizienter zu gestalten?
Wie verändert die technologische Entwicklung (z.B. Targeted Ads, Ad-Server-Infrastruktur) die Möglichkeiten der Werbevermarktung im deutschen und internationalen Vergleich?
In der Schweiz konnte durch eine zentrale Branchenlösung für Replay-TV ein Flickenteppich verhindert werden. Wäre solch ein Modell auch für Deutschland denkbar oder sinnvoll?
Die Panelisten sind sich einig, dass der Endkunde für gute Inhalte bezahlen sollte – wie kann man in einem wettbewerbsintensiven Markt Kunden von kostenpflichtigen Angeboten überzeugen, gerade bei knappem Haushaltsbudget?
Das Thema "Bundling" (Kombination verschiedener Inhalte und Services in Paketen) wird mehrfach als Wachstumsmotor genannt. Wo liegen Herausforderungen und Chancen solcher Partnerschaften, besonders zwischen Plattformen und Content-Anbietern?
Welche Auswirkungen hat die starke Position öffentlich-rechtlicher Anbieter in Deutschland auf die Entwicklung und das Geschäftsmodell privater Streaminganbieter?
Mit Blick auf 2030 zeichnen die Diskussionsteilnehmer ein eher optimistisches Bild der Branche. Welche disruptiven Faktoren könnten dennoch das heutige Wachstumspotenzial ins Wanken bringen?
Diese Fragen bieten eine gute Grundlage, um die wichtigsten Themen und Thesen des Panels tiefer zu beleuchten – ideal für eine Diskussion im Team, einen Workshop oder die Weiterentwicklung eigener Strategien.
ℹ️ Introduction
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von TV-Helden – dem Branchen-Podcast für alle, die sich professionell mit Fernsehen und Media beschäftigen! In dieser Episode nehmen wir euch mit zur Media Hall 2025 in Frankfurt, dem Innovationstreffpunkt der deutschen TV-Branche. Unser Host Christian Heinkele gibt gleich zu Beginn einen Einblick in die besonderen Herausforderungen, mit denen die Branche aktuell konfrontiert ist: Sinkende Abo-Preise, steigender Wettbewerbsdruck, limitierte Budgets und explodierende Kosten für Inhalte und Technik. All das wirft die zentrale Frage auf: Wie sehen innovative Monetarisierungsstrategien für Streamer und Plattformen aus?
In der spannenden Podiumsdiskussion haben wir hochkarätige Gäste versammelt: Von Netflix, RTL Deutschland, der Deutschen Telekom über Zattoo und der X-Ring AG berichten Führungskräfte aus erster Hand, wie sie auf das Spannungsfeld von Werbung und Abo-Modellen blicken, welche Rolle Bundling spielt und welchen Einfluss Werbefinanzierung auf die Zukunft des TV-Ökosystems hat. Gemeinsam mit Moderator Clemens Schwaiger tauchen sie ein in Themen rund um Reichweitenmessung, Marktstandardisierung, AdTech und die Herausforderungen und Chancen im Subscription-Markt. Hört rein, wenn die wichtigsten Köpfe der Branche diskutieren, wohin die Reise bis 2030 gehen kann – und warum im deutschen TV-Markt noch lange nicht das Ende der Entwicklung erreicht ist.
Viel Spaß beim Zuhören!
❇️ Key topics and bullets
Natürlich! Hier ist eine umfassende Themenübersicht der Podcast-Folge, gegliedert nach Hauptthemen und dazugehörigen Unterthemen:
1. Vorstellung und Einführung zur Media Hall 2025
Beschreibung der Media Hall als Innovationstreffpunkt der TV-Branche
Bedeutung und Entwicklung der Media Hall in den letzten vier Jahren
Dank an Sponsoren und explizite Nennung von SATU als Unterstützer
2. Monetarisierungsmodelle im Streaming- und TV-Bereich
Hauptfrage: Werbung oder Abo – und wie geht es weiter?
Vorstellung von Panelgästen und ihren Geschäftsmodellen
RTL Plus (Henning Nieslony)
Balance zwischen Werbeeinnahmen und abonnementfinanzierten Umsätzen
Wichtigkeit, alle Monetarisierungsformen zu nutzen
Fokus auf abofinanzierte Erlöse für das Wachstum
Netflix (René Rummel-Mergeryan)
Historie als SVOD-Pionier, Einstieg ins Werbegeschäft
Bedeutung von Paid-Subscription vs. Werbemodell
Keine Kannibalisierung des Abo-Modells durch das Werbeprodukt
Weitere Plattformen (Markus Härtenstein, Jörg Richards, Roger Elsner)
Entwicklung von rein werbefinanzierten Modellen hin zu hybriden Ansätzen
Rolle von Werbefinanzierung für Preisstruktur und Contentvielfalt
Individuelle Strategien beim Ausbau der eigenen Werbevermarktung
3. Entwicklung des Werbemarkts und digitale Video-Werbung in Deutschland
Herausforderungen des deutschen Ökosystems (Standardisierung, Targeting, Messbarkeit)
Zusammenarbeit zur Verbesserung der Messmethodik und Aussagekraft
Beispiele industrieller Zusammenarbeit
Partnerschaften zwischen RTL/ProSiebenSat.1 für programmatische Buchbarkeit
Technologischer Status quo und Zukunftspläne (Echtzeit-Zielgruppen, Nachfrage)
4. Branchenlösungen und internationale Vergleiche
Replay TV in der Schweiz (Roger Elsner)
Branchenweite Lösung zur Monetarisierung von On-Demand-Nutzung
Einführung zentraler Ad-Server und neuer Werbeformen (Pre-Roll, Pausen-Ads, Fast-Forward)
Entwicklung und Akzeptanz der verschiedenen Werbeformate
Möglichkeiten für Konsumenten, sich freizukaufen (Werbefreiheit gegen Aufpreis)
Vergleich zur Situation in Deutschland
5. Lokalisierung und Aufbau von Werbetechnologien
Aufbau von lokalen AdTech- und Sales-Teams bei globalen Anbietern (z. B. Netflix)
Benefits globaler vs. lokaler Fähigkeiten
Notwendigkeit der lokalen Marktkenntnisse für Skalierung und Erfolg
6. Status und Perspektiven von Subscription-Geschäftsmodellen
Diskussion über Marktpenetrierung und Wachstumspotenziale in Deutschland
Aktueller Anteil von SVOD an der Gesamtnutzung
Potenziale für weiteres Wachstum sowohl im Abo- als auch im Partnergeschäft
Bedeutung von Partnerschaften und Bundling-Modellen für Reichweiten- und Umsatzsteigerung
Beispiel: Magenta TV, Bundling-Strategien, Angebotsbündel und Zielgruppenansprache
Einflussfaktoren im deutschen Markt
Rolle der öffentlich-rechtlichen Anbieter und deren Markteinfluss
Preisbereitschaft, Konsumentenerwartung und Angebotsvielfalt
7. Content-Strategien und Partnerschaften zur Neukundengewinnung
Expansion durch neue Kanäle und Inhalte (z. B. 40 neue Kanäle bei einem Anbieter)
Bedeutung von Exclusive Content und zielgruppenspezifischer Content-Strategie
Rolle von Partnerschaften, Aggregatoren und der Zusammenschluss mehrerer Inhalteanbieter
8. Ausblick auf die Branche und Monetarisierung 2030
Einschätzung zur zukünftigen Struktur des Marktes und der Monetarisierungsmodelle
Konsens: Wachstumspotenzial weiterhin vorhanden
Erwartungen an einen starken, relevanten, auch lokalen TV-/Streamingmarkt mit solider Monetarisierung (Abo, Werbung, eventuell neue Modelle wie shoppable Ads)
Herausforderungen und Chancen:
Wettbewerb mit internationalen "Big Scalern"
Positionierung deutscher und europäischer Anbieter
Technologische und inhaltliche Weiterentwicklungen
Potenzial für weitere Standardisierung auf europäischer Ebene
9. Abschließende Statements und Verabschiedung
Zusammenfassung der Diskussion
Einladung für kommende Branchenveranstaltungen, Workshops und weitere Podcast-Folgen
Diese Sequenz gibt dir einen klaren Überblick über alle zentralen Themen und Subthemen, die im Verlauf der Podcast-Episode behandelt wurden. Wenn du Detailtiefe zu einzelnen Abschnitten möchtest, sag gerne Bescheid!
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✅ Die Zukunft des Fernsehens ist hybrid – bist du bereit?
✅ In der neuesten Folge von TV-Helden diskutiert Host Christian Heinkele mit spannenden Branchenköpfen wie Henning Nieslony (RTL Deutschland), René Rummel-Mergeryan (Netflix), Markus Härtenstein (X-Ring AG), Jörg Richards (Deutsche Telekom) und Roger Elsner (ZATU), welche Monetarisierungsmodelle unser TV-Erlebnis ab 2025 bestimmen werden.
✅ Direkt von der Media Hall Frankfurt: Insights zu Werbung vs. Abo, wie Bundles wirklich funktionieren, warum Streaming-Plattformen und klassische Anbieter ihre Grenzen sprengen – und was das für deinen Alltag bedeutet.
✅ Dein Takeaway: Wer wissen will, wie Streaming-Innovationen & Monetarisierung unsere Medienlandschaft verändern, darf diese spannende Panel-Diskussion nicht verpassen! Jetzt reinhören und up-to-date bleiben 👉 #tvhelden #mediahall #streaming #branchenpodcast
🗞️ Newsletter
Betreff: TV-Helden Newsletter: Monetarisierung & Innovation im TV-Streaming – Insights aus Folge 80
Hallo TV-Held*innen!
Wir freuen uns, euch ein neues Highlight aus unserem Branchen-Podcast TV-Helden zu präsentieren. In Folge 80 nehmen wir euch mit zur Media Hall 2025 in Frankfurt – dem Innovationstreff der TV-Branche, der dieses Jahr auf dem Fiber Day für reichlich Gesprächsstoff sorgte.
Thema der Episode: Monetarisierung im Streaming – wie sieht der Erfolgsweg für TV-Inhalte und Plattformen aus?
Das erwartet euch in dieser Folge:
Die spannendsten Köpfe der Branche diskutieren die aktuellen Herausforderungen: Sinkende Abo-Preise, steigender Wettbewerb und die Suche nach neuen Einnahmequellen.
Vertreter*innen von Netflix, RTL Plus, Deutsche Telekom, Zattoo und X-Ring AG teilen exklusive Einblicke: Wie balancieren sie zwischen Werbung und Abomodell? Was funktioniert – und was nicht?
Einblicke in innovative Modelle aus Deutschland und der Schweiz: Ob programmatisch buchbare Reichweiten bei RTL Plus & ProSiebenSat.1 oder das Replay-TV-Standardisierungsprojekt aus der Schweiz – Inspiration gibt’s garantiert!
Ausblick 2030: Welche Trends bestimmen die Monetarisierung? Bleibt die Partnerschaft von Werbung und Subscription das Erfolgsrezept? Und wie wichtig werden europäische Allianzen?
Spannende Aussagen aus dem Panel:
„Werbung ist gekommen, um zu bleiben – auch im klassischen Abo-Modell.“
„Wir sind vom Peak im SVOD-Markt noch lange entfernt, besonders in Deutschland.“
„Partnerschaften und intelligente Bundles gewinnen an Gewicht – einfache Preis- und Content-Schlachten reichen nicht mehr.“
„Mehr innovative Werbeformate und bessere Standardisierung sind gefragt, damit auch Agenturen und Werbetreibende umdenken.“
Für wen lohnt sich das Reinhören? Alle, die die Zukunft der Fernseh- und Videobranche mitgestalten und verstehen wollen, vor welchen Herausforderungen und Chancen Monetarisierungsstrategien im Streaming stehen.
Direkt reinhören: [Tipp: Kopiere hier euren Episoden-Link oder Hinweis auf die benutzte Plattform ein.]
Noch mehr TV-Helden-Content: Alle weiteren Folgen, Insights zur Media Hall 2026 oder unsere Seminare zum TV-Manager findet ihr wie immer auf tv-helden.com.
Viel Spaß beim Zuhören und eine Extraportion Inspiration für euren TV-Alltag!
Euer TV-Helden-Team
PS: Fragen, Anregungen oder Themenwünsche für den Podcast? Meldet euch jederzeit – wir freuen uns über euer Feedback!
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🚀 Die TV-Branche im Umbruch: Insights aus der Media Hall 2025! 🧵
1/ Die Media Hall 2025 in Frankfurt war DER Hotspot für TV-Innovationen. 56 Speaker, spannende Diskussionen und ein zentrales Thema: Wie finanziert sich Fernsehen in Zukunft? (Quelle: TV-Helden Podcast)
2/ #Werbung vs. #Abo – oder doch beides? Fast alle großen Player wie RTL+, Netflix, Telekom, Zattoo und X-Ring setzen heute auf ein hybrides Modell. Die alleinige Abo-Strategie war gestern!
3/ Besonders spannend: Bei RTL+ steht Abo zwar weiter im Fokus, aber Werbung wird massiv wichtiger, um attraktive Einstiegspreise & Wachstum zu ermöglichen. 🚀
4/ Netflix als einst reiner SVOD-Pionier? Jein! Das Unternehmen setzt jetzt auch voll auf Werbefinanzierung und sieht darin keine Kannibalisierung des Abo-Bestands – im Gegenteil, völlig neue Zielgruppen werden erreicht. 💥
5/ MagentaTV macht’s ähnlich: Abo bleibt Nummer 1, aber AdTech-Investments & eigenvermarktete Inhalte wie MagentaSport pushen die Werbesäule massiv.
6/ „State of the Art“ – Digitalisierung der Werbung bleibt die große Herausforderung. Es fehlt noch an Standards & Zielgruppen-Messung. Beispiel Schweiz: Zentrale Ad-Server, neue Werbeformen wie Pausen-Ads oder Start-Ads boomen dort enorm.
7/ Wachstumsskepsis in Deutschland? Fehlanzeige! Alle Panelisten: Der Streamingmarkt hat noch MEGA Potenzial – weniger als 10% der TV-Nutzung ist SVOD. Luft nach oben ohne Ende! 💡
8/ Mega-Bundles & Inhalte-Boom: Ob Netflix, RTL+ oder X-Ring – Vielfalt, Partnerschaften & starke Content-Strategien machen Plattformen für Konsumenten immer attraktiver.
9/ Takeaway für alle: Wer im TV-Marketing der Zukunft vorne sein will, muss flexibel denken, Partner suchen und Hybridmodelle pushen – Kunden wollen Auswahl & Komfort.
10/ Die Media Hall bleibt DER Place to be für Inspiration & Networking in der Fernsehbranche. Save the Date: Media Hall 2026, 25.–26. März in Frankfurt! 🎬
👉 Mehr Insights & spannende Podiumsdiskussionen findet ihr im TV-Helden Podcast & auf tv-helden.com
In der aktuellen Folge von TV-Helden dreht sich alles um die Frage: Wie gelingt die Monetarisierung im TV- und Streaming-Markt? Hochkarätige Gäste von RTL Plus, Netflix, Magenta TV, Zattoo und McKinsey diskutieren, wie Werbung und Abos klug kombiniert werden, welche Rolle innovative Partnerschaften spielen und warum der Streamingmarkt in Deutschland noch längst nicht gesättigt ist. Fazit: Die Zukunft gehört flexiblen Modellen, starken Inhalten und neuen Formen der Zusammenarbeit, um weiter erfolgreich zu wachsen. Bleib dran und gestalte gemeinsam mit uns die Medienlandschaft von morgen!
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Werbung bleibt auch in Abo-Modellen relevant – Streaming-Anbieter wie RTL+, Netflix und Telekom setzen erfolgreich auf die Mischung aus Werbe- und Abofinanzierung. Vielfalt bei der Monetarisierung ist der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg!
Das deutsche Streaming-Ökosystem ist noch lange nicht gesättigt. Experten von Netflix und RTL+ sehen weiterhin großes Wachstumspotenzial. Mehr Partnerschaften, starke Inhalte und innovative Bundles treiben die Branche voran.
Wer braucht heute noch Free-TV? Plattformen wie MagentaTV zeigen: Für Qualitätsinhalte zahlen Kund*innen gerne – auch in Hybridmodellen mit Werbung. Deutschland lernt, dass gute Unterhaltung ihren Preis hat.
Ohne starke, lokale Teams geht es für globale Player wie Netflix nicht. Lokale Werbekompetenz und direkte Kundennähe sind essenziell, wenn man relevante Werbeprodukte und Inhalte anbieten möchte. Global denken, lokal handeln!
Die Zukunft des Fernsehens? Bis 2030 setzen alle auf Wachstum – mit noch besseren Inhalten, smarter Technologie und mehr Innovationen für den deutschen Markt. Disruption wird nicht erwartet, aber stetige Weiterentwicklung.
💡 Speaker bios
Christian Heinkele ist ein leidenschaftlicher TV-Experte und Moderator, der mit seinem Podcast „TV-Helden“ die Branche seit Jahren begleitet. Als Initiator und Organisator der Media Hall in Frankfurt, die während der Digital- und Glasfasermesse Fiber Day stattfindet, bringt er seit vier Jahren Innovationen und Fachleute der Fernsehbranche zusammen. Mit großem Engagement sorgt Christian dafür, dass hochkarätige Podiumsdiskussionen und Speaker einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden – auch über seinen Podcast, damit niemand wichtige Branchenthemen verpasst. Die stetig wachsende Resonanz von Zuschauern, Teilnehmern und Sponsoren bestätigt seine Begeisterung und seinen Einsatz für die Zukunft des Fernsehens.